Hückeswagen: Die Oberbergische Apotheke hat ab sofort einen neuen Besitzer

Inhaberwechsel : Die Oberbergische Apotheke hat ab sofort einen neuen Besitzer

Barbara Schwinghammer-Steinbach, die bisherige Eigentümerin, hat ihr Geschäft zum 1. März verkauft.

Für die Kunden der Oberbergischen Apotheke an der Peterstraße ändert sich nichts. Allerdings wird sie ab heute ein bekanntes Gesicht weniger empfangen. Barbara Schwinghammer-Steinbach, die bisherige Eigentümerin, hat ihr Geschäft zum 1. März verkauft. „Ich bin seit Mai 2011 in Hückeswagen, dazu hatte ich zwei Apotheken in Wermelskirchen“, sagte sie. Der zunehmend größere Aufwand für Verwaltungsarbeiten sowie die Schwierigkeiten durch Personalmangel und die Konkurrenz der Versandapotheken hätten sie dazu bewogen, kürzer zu treten. „Ich habe kürzlich bereits die Adler-Apotheke in Wermelskirchen geschlossen und werde mich künftig auf die Apotheke An der Post konzentrieren“, sagte die Wermelskirchenerin. Dort werde sie Mitte März 40-jähriges Bestehen feiern. 

Sie sei immer gerne nach Hückeswagen gekommen. Ziel des Verkaufs sei es gewesen, dass sowohl die Versorgung der Kunden als auch die Arbeitsplätze gesichert seien. „Vor allem freue ich mich, dass ich mit Monzer Alagi übergangslos einen Nachfolger gefunden habe.“ Den neuen Apotheker dürften die Kunden schon kennen. „Ich habe seit anderthalb Jahren aushilfsweise als Vertretung hier gearbeitet“, sagte Alagi. Seit Anfang 2019 war er als Filialleiter tätig. „Ich kenne die Kunden schon recht gut, viele auch mit Namen. Das ist mir auch wichtig“, sagte Alagi. Er betonte, dass sich am Angebot zunächst nichts ändern werde. „Wir verstehen uns als öffentliche Apotheke und versorgen unsere Kunden mit allem, was dazugehört.“ So gebe es bei ihm auch Inkontinenzmaterialien, was nicht in jeder Apotheke der Fall sei. „Das ist aber unser Auftrag“, sagte Alagi, der mit seiner Familie in Königswinter lebt. Auch die Öffnungszeiten und das Taler-Bonussystem bleibe bestehen. Für die zweite Jahreshälfte kündigt er eine Erweiterung an.

Auch wenn der Arbeitsweg von Königswinter weit sei, habe er sofort zugegriffen, als sich die Möglichkeit der Übernahme ergab. „Man könnte in den großen Städten eine ganze Menge Apotheken übernehmen“, sagte Alagi. Er habe jedoch bewusst nach Möglichkeit in einer kleinen Stadt Ausschau gehalten. „Ich finde es schön, wenn man sich untereinander kennt und so eine echte Beziehung zum Kunden aufbauen kann“, sagte er.