Hückeswagen: Die Energiewende Schülern spielerisch nahebringen

Haupt- und Realschule Hückeswagen : Schülern die Energiewende spielerisch nahebringen

Am Freitagmorgen war im Forum der Montanusschule deutlich mehr los als vermutlich üblich. Der regionale Energieversorger BEW hatte zu einem interaktiven Theatervormittag zum Thema „Lernerlebnis Energiewende“ eingeladen, gekommen waren die Schüler der Klassen fünf bis sieben der Haupt- und Realschule.

Später waren die Klassen acht bis zehn an der Reihe.

„Ich hoffe, dass Ihr in diesem Theaterstück erkennt, dass Ihr eine Stimme habt, die etwas zählt. Nutzt diese Stimme“, forderte der kommissarische Schulleiter der Montanusschule, Karlheinz Rennau, die Jungen und Mädchen auf. Es hieße immer hieße, die jungen Leute würden sich für nichts interessieren. „Doch spätestens mit dem Einsatz von Greta Thunberg und den weltweiten Reaktionen darauf, zeigt sich, dass es ganz und gar nicht so ist.“

Die BEW hatte die Agentur F.S. Infotainment aus Mülheim/Ruhr verpflichtet, den Kindern und Jugendlichen das Thema „Energiewende“ auf spielerische Art näherzubringen. Mit Hilfe einer großen Leinwand und einer stark auf die jungen Zuhörer ausgerichteten Präsentation wurden dabei Themen wie „Energie“, „Biomasse“, „Blockheizkraftwerke“ und „erneuerbare Energien“ lebendig gemacht. „Wir haben das schon an vielen Schulen gemacht“, berichtete Michael Schmidt von F.S. Infotainment. „Große Gruppen wie heute sind gut, wobei man die Jüngeren etwas anders anpacken muss, als die Älteren.“ Aber weil sie das Ganze sehr interaktiv gestalteten, seien die Kinder und Jugendlichen immer schnell dabei.

Das Gebotene kam in der Tat offensichtlich gut an, denn wenn Schmidt oder sein Kollege eine Frage stellte, gingen sofort jede Menge Hände hoch. Auch das Interaktive fiel auf fruchtbaren Boden. Etwa bei Pia und Jasmin von der Montanusschule. „Wir haben das Thema ,Energie’ schonmal in der Grundschule behandelt“, sagte die elfjährige Jasmin. Pia ergänzte: „Ich finde das toll, wie die beiden das machen. Das ist wirklich unterhaltsam.“ Auch die Spiele, die im Programm enthalten waren, trafen den Nerv der Schüler. So etwa eine Variante der „Montagsmaler“, als Justin und Jaqueline verschiedene Begriffe wie Batterie, Tür, Gartenzaun oder Auto per Computer auf die Leinwand malen mussten, die dann von den Mitschülern unter großem Hallo und lautem Lachen erraten werden mussten.

Diese Methode, ein so wichtiges Thema wie die Energiewende, den Schülern nahezubringen, hatte offensichtlich prima funktioniert.

(wow)
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