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Hückeswagen: DFB-Profi fördert Breitensport und trainiert mit RSV-Jugend

Fußball in Hückeswagen : DFB-Trainer fördert Breitensport und übt mit der RSV-Jugend

Das Angebot des Deutschen Fußball-Bundes gibt es seit elf Jahren und richtet sich speziell an den Fußball im Breitensport.

Der Regen kommt fein, aber ausdauernd vom dunklen Himmel. Das Flutlicht auf dem Sportplatz Schnabelsmühle ist am frühen Donnerstagabend eingeschaltet. Laute Rufe kommen vom ersten Drittel des Kunstrasenplatzes, etwa 20 Jugendliche – darunter auch ein Mädchen – mühen sich mit mehreren Bällen ab. Dazwischen geht ein Erwachsener und gibt Kommandos: „Jemand anderen anspielen! So ist’s gut!“

Was wie ein normales Training einer der beiden Hückeswagener Fußballvereine aussieht, ist in Wirklichkeit eine Trainingseinheit mit einem echten Profi. Davon zeugt auch das DFB-Mobil, das auf der Laufbahn neben dem Rasen steht. Das Angebot des Deutschen Fußball-Bundes gibt es seit elf Jahren und richtet sich speziell an den Fußball im Breitensport. Der Erwachsene, der mit den Jugendlichen trainiert, ist Andreas Röchert. Organisiert hat die Aktion Matthias Happel, einer der beiden Jugendwarte. „Ich war auf einer Trainerlizenz-Schulung, da wurde das Angebot vorgestellt. Es ging ganz einfach – Termin ausmachen, und dann kam auch schon die Zusage“, sagt Happel. Es sei auch nicht das erste Mal, dass das DFB-Mobil in Hückeswagen Station mache, ergänzt der zweite Jugendwart Bastian Knorr. „Vor zwei Jahren etwa war es schon einmal bei uns.“ Röchert, der aus Straelen am Niederrhein kommt, hat früher dort Mannschaften trainiert. Er ist beim DFB-Projekt seit Anfang an dabei. „Unser Ziel ist es, den Breitensport zu unterstützen. So ein Termin hier dauert etwa 90 Minuten, wie ein normales Training auch. Und danach gibt es noch die Möglichkeit zum Austausch mit den Trainern“, sagt Röchert.

Die Jugendlichen aus der C-Jugend des RSV werden von Uwe Knorr und Günter Bramekamp trainiert. Die beiden stehen im Regen am Spielfeldrand an der Schnabelsmühle und beobachten, wie Röchert das Passspiel übt, wie er mit kleinen Spielchen die Aufmerksamkeit der Jugendlichen bekommt und ihnen immer wieder lautstark zu verstehen gibt, wenn sie etwas richtig gemacht haben. „Die haben Spaß und sind voll dabei“, sagt Bramekamp. Das sehe man an den aufmerksamen Gesichtern und daran, dass nicht viel gequasselt werde, ergänzt er und lacht. „Wir haben 15 Spieler in unserer Mannschaft, die wollten wir mit dieser Aktion belohnen und motivieren“, sagt Knorr.

(wow)