Hückeswagen: Deutlich weniger Anmeldungen beim Ferienspaß

Hückeswagen : Beachparty beendet deutlich weniger gebuchten Ferienspaß

Etwa 100 Kinder weniger haben in den Sommerferien an den Veranstaltungen der Stadt teilgenommen. Dennoch zeigt sich Koordinator Mario Moritz insgesamt zufrieden.

Schüler in Nordrhein-Westfalen müssen heute tapfer sein – die Sommerferien sind vorbei, die Schule geht wieder los. Ebenfalls vorbei ist seit Montagabend auch der Ferienspaß. Mit einer Beachparty auf dem Beachvolleyballfeld im Brunsbachtal feierten die Jugendlichen mit selbst gemachter Sangria, Bier, Grillwürstchen und Reggae-Musik von DJ Sunfire Sound bei eher kühlem und latent regnerischen Wetter noch einmal zum Ende der Sommerferien. Eine Hütte mit Bast verkleidet, Liegestühle und Sonnenschirme rundeten das Bild ab. „Mit Jacken ausgerüstet schaffen wir uns jetzt Strandfeeling“, sagte Andrea Poranzke, Stadtjugendpflegerin und Leiterin des Jugendzentrums. Sicherheitshalber hatte sie schon ein riesiges Zelt ausgeliehen, das auf dem Platz vor der Mehrzweckhalle aufgebaut hätte werden können. Dazu kam es dann allerdings nicht, denn die Wolken hielten dicht.

In diesem Jahr umfasste der Ferienspaß 35 Veranstaltungstagen, zu denen auch mehrtägige Angebote zählten – zwei weniger als im Vorjahr. Das bestätigte Mario Moritz vom Fachbereich Bildung und Soziales der Stadt, der den Ferienspaß koordiniert hatte, auf Anfrage unserer Redaktion. Dagegen standen mit 146 Anmeldungen rund 100 weniger als im Vorjahr. Warum die Zahl der Anmeldungen doch recht deutlich zurückgegangen sei, konnte Moritz sich nicht erklären. „Es waren in diesem Jahr weniger Veranstaltungen, das mag vielleicht ein Grund sein“, sagte er. Es werde aber auch zunehmend schwieriger, die Leute dazu zu motivieren, für die daheimgebliebenen Kinder etwas zu organisieren. „Das ist sehr deutlich geworden“, bedauerte Moritz.

Die bewährten Angebote, vor allem die Fahrten zum Movie Park und nach Schloss Beck, seien hingegen Selbstläufer. Moritz: „Die Fahrten sind auch stark vom Kreis subventioniert und somit sehr attraktiv.“ Aber auch klassische Angebote, etwa die Schnitzeljagd der Jungen Union oder der Tag im Wald des Jugendzentrums, würden in jedem Jahr sehr gut angenommen. „Gerade so ein Tag im Wald scheint für die Kinder nach wie vor sehr interessant zu sein“, sagte Moritz. Dagegen habe es einige Veranstaltungen gegeben, die mangels Anmeldungen nicht stattfanden, wie das Kreativprogramm mit Märchen.

Dennoch sei er insgesamt zufrieden mit dem diesjährigen Ferienspaß. „Die Sachen, die stattgefunden haben, waren gut besucht, und die Kinder und Jugendlichen hatten ihren Spaß“, resümierte Moritz. Zudem sei er auch sehr dankbar für jeden, der sich Gedanken über Angebote für Kinder und Jugendliche in der Schloss-Stadt mache. Der Ferienspaß begleite ihn, in unterschiedlicher Häufigkeit, das ganze Jahr über, sagte Moritz: „Jetzt stehen erst einmal die Abrechnungen, auch mit dem Kreis, an. Dann werden wir reflektieren und auswerten, was gut gelaufen ist und was weniger.“

Mit den Überlegungen für das Programm 2019 werde er im März beginnen, das neue Heft werde er im April und Mai gestalten. So könne auch im kommenden Jahr wieder ein abwechslungsreiches Programm für die Daheimgebliebenen auf die Beine gestellt werden, sagte Moritz. Es muss dann nur angenommen werden.

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