Hückeswagen: Das sagen die Fraktionschefs zum Tod von Jörg Kloppenburg

Zum Tod von Jörg Kloppenburg : „Überzeugter Liberaler und kämpferischer Demokrat“

Die Chefs der Fraktionen im Hückeswagener Stadtrat zeigen sich bestürzt über den plötzlichen Tod ihres Kollegen Jörg Kloppenburg.

Geschockt waren sie alle, als sie die Nachricht vom Tod ihres Fraktionskollegen Jörg Kloppenburg gehört hatten. Und auch ihre Einschätzung über den Verstorbenen, mit dem sie seit fünf Jahren gemeinsam im Stadtrat saßen, waren einhellig: ein angenehmer Mensch, der aber auch streitbar sein konnte und seine Positionen vertrat.

„Ich bin zutiefst erschüttert“, sagte CDU-Fraktionschef Christian Schütte auf Anfrage unserer Redaktion. Als er die Nachricht bekommen hatte, sei er „komplett neben der Spur“ gewesen. Jörg Kloppenburg sei als Ratsmitglied manchmal anderer Meinung gewesen als er, die Gespräche hätten aber immer auf sachlicher Ebene stattgefunden. Der Tod des Kollegen sei eine Tragödie für die Familie und ein großer Verlust für den Rat.

SPD-Fraktionschef Hans-Jürgen Grasemann, der mit dem FDP-Ortsvorsitzenden noch am Samstag gesprochen hatte, sagte: „Wir verlieren einen sehr geschätzten Kollegen.“ Auch wenn sie sich in den politischen Dingen nicht immer einig gewesen waren, so sei er doch ein feiner Kerl gewesen.

Als „ehrlichen, netten und angenehmen Kollegen“ charakterisierte Michael Wolter den Verstorbenen. Er habe im Rat sehr konstruktiv gearbeitet, betonte der UWG-Fraktionschef. Er sei aber auch seinen eigenen Weg gegangen und habe sich manchmal quer gestellt. „Die Zusammenarbeit mit ihm und der FDP war gut“, versicherte Wolter. Zudem habe Kloppenburg immer einen Konsens gefunden.

Für Egbert Sabelek, Fraktionssprecher der Grünen, war Kloppenburg „sehr engagiert und streitbar“. „Er hat viele Impulse in die Ratsarbeit eingebracht. Er wird uns sehr fehlen.“

FaB-Fraktionschefin Brigitte Thiel habe erst richtig Kontakt mit Jörg Kloppenburg gehabt, als sich die Bürgerinitiative „Vernunft macht Schule“ gegründet hatte – FaB und FDP hatten sie gemeinsam unterstützt. „Ich habe ihn als angenehmen Menschen empfunden“, sagte sie und bestätigte, dass er immer klare Worte gefunden habe.

Am besten kannte ihn natürlich Jörg von Polheim als Fraktionschef der FDP im Stadtrat. „Jörg Kloppenburg war ein überzeugter Liberaler und ein kämpferischer Demokrat“, sagte er. Er habe immer für seine Meinung eingestanden, und das im besten Sinne. „Auf sein Wort war Verlass.“ Beide hätten auf der gleichen Seite des Seils gezogen, um die liberale Grundausrichtung weiterzubringen.

Der Tod des FDP-Ortsvorsitzenden hat auch Bürgermeister Dietmar Persian, der in Gedanken bei der Frau und der Tochter des Verstorbenen ist, betroffen gemacht. „Er wird mir fehlen, auch wenn wir nicht immer einer Meinung waren“, sagte er. Er sei ein streitbarer Geist gewesen, allerdings immer auf einer fairen Ebene. Es sei aber gut, dass im Stadtrat auch mal ein konstruktiver Streit stattfinde. Der Bürgermeister: „Er wird uns fehlen!“

(Update: In der ersten Fassung fehlte das Statement von Grünen-Fraktionschef Egbert Sabelek. Wir bitten, das zu entschuldigen.)

(büba)
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