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Hückeswagen: Das erwarten Kultur, Wirtschaft, Schulen, Sport und Handel.

Kommunalpolitik in Hückeswagen : Weitergehen auf dem digitalen Weg

Kultur, Wirtschaft, Schulen, Sport und Handel – sie alle wollen auch in der neuen Legislaturperiode unterstützt werden. Ihre Erwartung an die Kommunalpolitik: Die bislang gute Zusammenarbeit soll fortgesetzt werden.

Am 13. September wurde ein neuer Stadtrat gewählt. Die CDU bleibt weiterhin stärkste Kraft, auch wenn sie gut sieben Prozentpunkte verloren hat, gefolgt von den Grünen, die mit etwa 20 Prozent erstmals die zweitmeisten Stimmen holten. Mit der AfD und der Satirepartei Die Partei sind zudem zwei neue Parteien im Stadtrat vertreten, die UWG war nicht angetreten. Die Arbeit der Lokalpolitik hat direkte Auswirkungen auf das Leben in der Stadt. Was erwarten sich die verschiedenen Bereiche des öffentlichen und gesellschaftlichen Lebens vom neuen Stadtrat?

Was sagt der Einzelhandel? Bernd Lammert, der neue Sprecher der Werbegemeinschaft, betont, dass er sehr froh darüber sei, dass Dietmar Persian die Wiederwahl zum Bürgermeister geglückt sei. „Vor allem auch, weil er uns bislang so gut durch die Corona-Krise geführt hat. Es hat in diesem Zusammenhang immer ein gutes Verhältnis zur Stadtverwaltung und dem Ordnungsamt gegeben“, versichert Lammert. Aber auch jenseits der Pandemie sei die Zusammenarbeit hervorragend. „Ich hoffe, dass die bislang so gute Beziehung genauso gut und kooperativ weitergehen wird. Damit wir nach der Krise wieder viele schöne Veranstaltungen in der Schloss-Stadt machen können.“

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Was wünscht sich der Sport? Hans-Georg Breidenbach ist Vorsitzender des Stadtsportverbands (SSV), der als Dachverband die Interessen der Sportvereine in der Schloss-Stadt vertritt. „Ich hoffe auf eine weiterhin so gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung. Sie unterstützt uns in allen Belangen – gerade auch jetzt in dieser verrückten Corona-Zeit“, sagt Breidenbach. Einen konkreten Wunsch habe er indes auch. „Ich wünsche mir, dass wir den Anbau an den Umkleidekabinen am Sportplatz umgesetzt bekommen.“ Der SSV-Vorsitzende hofft, dass die entsprechenden Fördermittel fließen würden – und dass auch der energetische Umbau des Gebäudes damit vorgenommen werden könne.

Welche Erwartungen hat die Wirtschaft? Die Firma Pflitsch profitiert – wie alle anderen Unternehmen in der Schloss-Stadt auch – von einem starken Standort, sagt Mit-Geschäftsführer Mathias Stendtke. „Genauso wie der Standort von starken Unternehmen profitiert. Deshalb betrachten wir regionales Engagement ganzheitlich und wünschen uns auf kommunalpolitischer Ebene den Schulterschluss mit der Wirtschaft und gleichermaßen mit den Interessen der Bürger.“ Denn Standortförderung komme jedem Einzelnen zugute.

Was wünschen sich die Schulen? Realschul-Leiterin Birgit Sköries lobt die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung. Das funktioniere hervorragend „zum Beispiel in den Quartalsgesprächen, in denen besprochen wird, was die Schulen brauchen. Wir wünschen uns zudem aber auch die Fortführung der Digitalisierung an den Schulen.“ Äußerst zufrieden zeigt sich Cordula Schneider, Leiterin der Förderschule Nordkreis (EKS): „Ich bin froh, dass sich gar nicht so viel geändert hat bei der Wahl. Dadurch bleibt die Kontinuität gerade auch in Bezug auf die Herausforderung durch die Digitalisierung erhalten.“ Auch für Klaus Kruska, Konrektor der Montanusschule, ist die Digitalisierung das Gebot der Stunde. „Wir hoffen, dass die Schule möglichst bald mit schnellem Internet und den dazugehörigen Geräten für Schüler und Lehrer ausgestattet wird. Die nötige Infrastruktur muss umgesetzt werden, damit der digitale Unterricht auch gehalten werden kann.“ Kruska sieht das aber bereits auf einem sehr guten Weg. „Der muss in den kommenden Jahren nun gegangen werden. Zufrieden zeigt sich Claudia Paradies, Leiterin der Grundschule Wiehagen, mit der Zusammenarbeit. „Ich hoffe, dass sie weiterhin so gut funktioniert. Das Thema Digitalisierung ist natürlich ein Schwerpunkt der kommenden Jahre. Ich wünsche mir, dass das entsprechend dringlich fortgeführt wird.“

Was erwartet die Kultur? „Von Seiten der Kultur hoffen wir auf eine weiterhin gute und konstruktive Zusammenarbeit mit der Kommunalpolitik in der neuen Legislaturperiode“, sagt Stefan Noppenberger, Vorsitzender des Stadtkulturverbands. Ein breit gefächertes, vielseitiges und ansprechendes Kulturangebot sei für die Attraktivität einer Stadt ein maßgeblicher Faktor – sowohl für die Einwohner, aber auch als Aspekt zur Gewinnung von Neubürgern sowie für Gäste und Besucher aus der bergischen Region. „Aus diesem Grund hoffen wir, dass auch künftig kulturelle Belange in Entscheidungsfindungen berücksichtigt werden und der Wert, den die Kultur für unsere Stadt darstellt, ernst genommen wird“, sagt Noppenberger. Dabei blickt er vor allem auf die momentan schwierige Zeit. „Ich hoffe, dass die Kommunalpolitik Möglichkeiten schafft, die kulturellen Akteure zu unterstützen, damit auch in Zukunft ein vielseitiges Angebot vorhanden ist.“