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Hückeswagen: Das Central Park Duo gastierte im Kultur-Haus Zach

Kultur in Hückeswagen : Hommage an New Yorker Songwriter-Duo

Das Central Park Duo brachte einmal mehr die Musik von Simon & Garfunkel ins gut besuchte Kultur-Haus Zach. Das Publikum war begeistert.

Geht man derzeit auf eine Kultur-Veranstaltung, schwingt immer die Sorge mit, ob es womöglich die letzte vor dem nächsten Lockdown sein könnte. Nun, wäre es das Konzert des Central Park Duos aus Bochum am Freitagabend im gut besuchten Kultur-Haus Zach gewesen, dann könnte man sich immerhin damit ein wenig trösten, dass man bestens unterhalten worden war.

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum Zehnjährigen des Kultur-Hauses, das dieser Tage begangen wurde, war das Duo Jörg Thimm und Dieter Nientiedt erneut in der Schloss-Stadt zu Gast. Mit rund 40 Besuchern war das Kultur-Haus, sehr gut besucht und praktisch ausverkauft.

Das bestens aufgelegte Duo hatte sein Publikum schon vor den ersten Tönen von „Homeward Bound“ auf seiner Seite. „Noch zwei Minuten, dann geht es los“, sagte Thimm, das Saallicht war noch an, die Vorhänge an den Ausgängen noch offen, und wenige Augenblicke später war es dann auch schon soweit. Das Duo hatte nicht nur Lust auf Musik, sondern auch ein cleveres Händchen bei der Songauswahl. Natürlich gab es die Hits zu hören, die bei einer Simon-&-Garfunkel-Coverband nicht fehlen dürfen. „Mrs Robinson“ oder „Cécilia“ etwa. Und die Durchhalte-Hymne „I‘m A Rock“. Aber genauso hatte das Duo eher unbekanntere Stücke mitgebracht, etwa „The Only Living Boy in New York“ oder „America“. Mittlerweile waren die Veranstaltungen im Kultur-Haus Zach ja 2G, was wiederum theoretisch das Mitsingen erlaubte. Das wurde zwar auch getan, allerdings eher dezent. Dafür wurde aber umso mehr mitgeklatscht – etwa bei „Kodachrome“, der Hymne an die analoge Fotografie. Nach der Pause ging es nahtlos weiter mit dem einen oder anderen unverzichtbaren Klassiker. Etwa „Song For The Asking“. Oder natürlich „Me And Julio Down By The Schoolyard“, „The Boxer“, „El Condor Pasa“, „Scarborough Fair“ und „The Sound Of Silence“. Aber auch bei den unbekannteren Liedern, etwa dem Protestsong „Richard Cory“, wusste das Duo vor allem mit seinem kraftvollen Satzgesang zu überzeugen. Thimm und Nientiedt waren aber nicht nur musikalisch gut aufgelegt – die beiden Musiker hatten auch viel Spaß mit ihrem Publikum. „Also, die Mitklatscher hier sind bestimmt von der Musikschule“, sagte Nientiedt etwa nach „The 59th Street Bridge Song“ - weil das Publikum eisern den Takt gehalten hatte. Und ergänzte unter allgemeinem Gelächter: „Ich wollte immer schneller werden – aber nix da.“ Über die Musikschule-These war Thimm indes sehr amüsiert. „Man könnte auch sagen: Ganz Hückeswagen ist sehr musikalisch“, meinte er trocken. Und erntete dafür nun seinerseits Applaus.