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Hückeswagen: Coronakonform in den Mai tanzen

Johannesstift in Hückeswagen : Trotz Pandemie in den Mai getanzt

Mit Musik und Bastelaktionen begrüßten die Bewohner im Johannesstift den Mai. Die kühle Witterung hielt keinen der Seniorinnen und Senioren davon ab, in den Sinnesgarten zu gehen, um sich dort ein Stück Baumstriezel zu holen.

Eine Tanz-in-den-Mai-Veranstaltung? Jetzt, in der dritten Welle der Corona-Pandemie? Was für eine absurde Vorstellung, so möchte man meinen. Und in der Tat – mit ausgelassenem Tanz hatte das nichts zu tun, was am Freitag im Altenzentrum Johannesstift veranstaltet wurde. Und dennoch, so Anke Weiler, die Leiterin der Sozialen Betreuung im Johannesstift, sei es doch ein Stückchen Normalität für die Bewohnerinnen und Bewohner des Altenzentrums. „Sie sind ja doch noch ein Stück weiter abgeschirmt von der Außenwelt als unsereins. Und daher versuchen wir, wo immer es möglich ist, etwas Normalität in Form von Veranstaltungen anzubieten“, sagte sie. Wie etwa den Tanz in den Mai, der ja traditionell am 30. April gefeiert wird.

Und so stand schon der ganze Freitag im Zeichen des Maifeiertags. „Wir haben auf den Stationen mit den Bewohnerinnen und Bewohnern kleine Maibäume gebastelt. Am Nachmittag wird es Maibowle geben – und im Sinnesgarten steht den ganzen Tag über der Wagen von Baumstriezel Binder“, sagte Anke Weiler. Am Nachmittag kam dann noch DJ Markus Saxert, der im Stift ja schon mehrfach für stimmungsvolle Musik gesorgt hatte. „DJ Markus baut sein Pult im Sinnesgarten auf, so dass die Musik für die Bewohnerinnen und Bewohner bei geöffnetem Fenster gut zu hören sein wird – leider ist es ja mal wieder ein eher kühler Frühlingstag“, sagte Anke Weiler. Die kühle Witterung habe indes noch keinen der Seniorinnen und Senioren davon abgehalten, in den Sinnesgarten zu gehen, um sich dort ein Stück Baumstriezel zu holen. Übrigens kostenlos, wie Anke Weiler betonte. „Die Idee dafür kam nicht nur aus den Reihen des Freundeskreises, sie wurde auch durch dessen Mittel finanziert.“ Die Baumstriezel seien ein Gebäck, dass sehr gut ankomme, sagte auch Karlheinz Binder. „Das ist ein echtes Highlight – aber letztlich auch für uns. Schließlich ist es das erste Mal seit vielen Monaten, dass wir mit unserem Wagen mal wieder irgendwo stehen können“, ergänzte er. Da man penibel auf die Einhaltung der Corona-Regeln achte, komme es bisweilen zu kurzen Wartezeiten am Stand. „Da ist es natürlich schön, dass man beim Zubereiten der Baumstriezel zugucken kann“, sagte Anke Weiler.

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Insgesamt sei es also eine gelungene, zwar leise, aber vor allem für die Bewohnerinnen und Bewohner im Altenzentrum gute und wohltuende Abwechslung vom Corona-Alltag gewesen. „Eine, die nur dadurch möglich ist, weil alle Bereiche im Stift und der Freundeskreis zusammenarbeiten“, betonte Anke Weiler.