Pandemie im Oberbergischen Kreis Bundeswehr hilft dem Kreis beim Impfen

Hückeswagen/Oberberg · In den drei Impfstellen – also auch in Hückeswagen – und in der Kontaktnachverfolgung des Gesundheitsamtes sind zunächst bis Monatsende befristet 25 Soldaten der Bundeswehr im Einsatz.

Auch bei der Kontaktnachverfolgung sind die Soldaten der Bundeswehr für den Oberbergischen Kreis im Einsatz.

Auch bei der Kontaktnachverfolgung sind die Soldaten der Bundeswehr für den Oberbergischen Kreis im Einsatz.

Foto: OBK

Großes Erstaunen: Viele Menschen, die derzeit einen Impftermin in den Impfstellen des Kreises haben, wundern sich, wenn sie am Eingang durch Soldatinnen und Soldaten begrüßt werden. Auch an der An- und Abmeldung ist die Bundeswehr vertreten. „Seit 13. Dezember werden zehn Kameradinnen und Kameraden aus Köln in den Impfstellen Gummersbach, Hückeswagen und Waldbröl eingesetzt. Der Einsatz ist aktuell bis 26. Januar befristet“, berichtet Oberstleutnant Thomas Meier, Leiter des Kreisverbindungskommandos der Bundeswehr.

Am Eingang begrüßen die Soldaten die Impflinge, fordern zum Hände-Desinfizieren auf und messen die Körpertemperatur der angemeldeten Personen. Bereits seit 25. November helfen 15 Soldatinnen und Soldaten aus Schwarzenborn im Gesundheitsamt des Kreises aus. Die Männer und Frauen sind während ihres Einsatz durchgängig im Kreis stationiert. Sie übernachten in einem Hotel. Im Gesundheitsamt unterstützt die Bundeswehr in der Kontaktnachverfolgung. In dieser Abteilung werden Bürger angerufen, die selbst mittels PCR-Test positiv auf das Coronavirus getestet worden sind oder aber eine enge Kontaktperson von einem laborbestätigten Fall sind, teilt der Kreis mit. Auch bei der Anmeldung für die Kinder-Impfungen für Fünf- bis Elfjährige sei die Bundeswehr vertreten.

Bei den Impflingen wird auch die Temperatur gemessen.

Bei den Impflingen wird auch die Temperatur gemessen.

Foto: OBK

Es ist nicht das erste Mal, dass die Bundeswehr den Kreis bei der Bekämpfung des Pandemiegeschehens unterstützt. Seit September 2020 hatten Soldaten immer wieder in der Kontaktnachverfolgung ausgeholfen. Und auch im ehemaligen Impfzentrum in Gummersbach waren die Kräfte der Bundeswehr präsent. „Die damaligen Hilfeleistungsanträge waren wiederholt verlängert worden. Insgesamt waren im Kreis mehr als 15 Monate lang mit Unterbrechungen Soldaten im Zuge der Unterstützungsmaßnahmen in der Pandemiehilfe eingesetzt“, sagt Meier.

Wie auch schon bei den zurückliegenden Einsätzen, kommt die Unterstützung bei den Menschen gut an. Insbesondere die Impflinge nutzen gerne den kurzen Moment bei der An- und Abmeldung in den Impfstellen, um sich mit den Soldaten auszutauschen. Einige Bürger, die selbst bei der Bundeswehr gedient haben, teilen das den „Kameradinnen und Kameraden“ mit. Und es ist auch schon einige Male vorgekommen, dass Impfausweise aus Bundeswehrzeiten für den „Piks“ vorgelegt wurden. „Die Soldaten stoßen auf positive Resonanz. Die Stimmung ist gut“, berichtet Meier.

Aktuell sind die Einsätze der Bundeswehr beim Kreis bis 26. Januar befristet. Landrat Jochen Hagt schließt aber nicht aus, dass die Kreisverwaltung um eine Verlängerung bittet. „In den Sommermonaten konnte nach dem Abflauen des Infektionsgeschehens die Arbeit mit eigenen Kräften bewältigt werden. In der aktuellen Phase der Pandemie sind wir froh und dankbar für die erneute personelle Unterstützung durch die Bundeswehr“, sagt er.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort