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Hückeswagen: Bürgercafé zieht nach Wiehagen um

Integration in Hückeswagen : Bürgercafé zieht nach Wiehagen um

Im Café KiWie gibt es bessere räumliche Möglichkeiten, als in der Stadtbibliothek.

Seit Dezember 2018 hat die Schloss-Stadt ein Bürgercafé. Jeden Dienstag treffen sich seitdem Geflüchtete und Einheimische in den Räumlichkeiten der Stadtbibliothek. Dann wird unter der Organisation der Ehrenamtsinitiative „Weitblick“ in ungezwungener Atmosphäre Tee und Kaffee getrunken, dazu gibt es Plätzchen oder Kuchen. Aber auch Kinderbetreuung, Sprachförderung und ein Handarbeitskursus sind Angebote, die im Bürgercafé von einer kleinen, aber treuen Gruppe zwischen 15 und 18 Uhr wahrgenommen werden.

Ein Aufsteller neben der Bushaltestelle vor der Stadtbibliothek zeigte den Hückeswagenern, wann das Bürgercafé geöffnet hat. Das wird sich nun allerdings ändern, denn künftig wird das Angebot im Café KiWie am Drosselweg sein. Und auch der Termin ändert sich, wie „Weitblick“-Lotsin Margareta Coenen mitteilt. „Das Bürgercafé wird immer donnerstags von 15 bis 18 Uhr stattfinden.“ Zunächst allerdings müsse die Corona-Krise überwunden werden, betont die „Weitblick“-Lotsin.

„Wir haben bereits angefangen, unsere Sachen zu packen. Denn wir haben viele Materialien wie Wolle, Spiele, Stifte und Papier, die alle nach Wiehagen müssen. Aber in Zeiten der Kontaktsperre haben wir das erst einmal nach hinten geschoben“, berichtet Margareta Coenen. Acht bis zehn ehrenamtliche Mitarbeiter helfen jede Woche im Bürgercafé mit.

Die Idee, nach Wiehagen auszuweichen, sei bei der Evangelischen Kirchengemeinde direkt auf Zustimmung getroffen, versichert Margareta Coenen. „Wir als Kirchengemeinde sind der Anfrage von ,Weitblick’ gegenüber sehr aufgeschlossen“, betont Baukirchmeister Friedhelm Selbach. Die Gemeinde bietet ebenfalls einen Integrationstreff an, der immer am frühen Mittwochabend zwischen 17 und 19 Uhr m KiWie stattfindet. „Der wird und weiterhin angeboten wie bisher“, verspricht Selbach.

Für Margareta Coenen und das Bürgercafé sind die neuen Räumlichkeiten eine deutliche Verbesserung. „Nachdem der Flüchtlingstreff im Bürgerbad geschlossen wurde, waren wir sehr dankbar für die Möglichkeit, in der Stadtbibliothek unterzukommen. Aber es ist dort gerade eben auch für die vielen Kinder nicht unbedingt ideal“, betont die Lotsin.

Auch sei das Platzangebot im Café KiWie wesentlich großzügiger. „Wir planen dann etwa, wieder einen Tanznachmittag anzubieten, wie wir das im Bürgerbad auch schon hatten“, sagt Margareta Coenen. Im Prinzip sei alles klar, die ehrenamtlichen Helfer stünden schon bereit. Nun warten alle auf das Ende der Corona-Krise.