Energieversorger für Hückeswagen und Wermelskirchen BEW warnt vor dubiosen Telefon- und Haustürwerbern

Hückeswagen/Wermelskirchen · Die Herausgabe von Zählernummer und die Adresse reichen schon für einen Versorgerwechsel aus. Wie sich unseriösen Werber leicht entlarven lassen.

 Unseriöse Werber wollen auf die Energiedaten zugreifen.

Unseriöse Werber wollen auf die Energiedaten zugreifen.

Foto: Stephan Büllesbach

Die Energiekosten sind in den vergangenen Monaten so stark gestiegen, dass für den einen oder anderen ein Anbieterwechsel bei Strom und Gas attraktiv erscheint. Das nutzen unseriöse Werber immer wieder aus, um per Telefon oder an der Haustür ein Geschäft zu machen. Der regionale Energieversorger, die Bergische Energie- und Wasser-GmbH (BEW), rät jetzt zur Vorsicht bei der Herausgabe persönlicher Daten. „Kunden sind zwar mittlerweile sensibilisiert, persönliche Daten wie Kontodaten nicht am Telefon oder an der Haustür herauszugeben“, sagt Pressereferentin Sonja Gerrath. „Aber die wenigsten wissen, dass schon durch die Herausgabe der Zählernummer und der Abnahmestelle ein Versorgerwechsel eingeleitet werden kann.“

Unter Vorspiegelung falscher Tatsachen würden die Menschen am Telefon oder der Haustür zur Herausgabe von persönlichen Daten gedrängt. „Dabei geben die Vertreter widerrechtlich an, zum Beispiel in einer Kooperation oder auch im Auftrag der BEW zu handeln und somit versuchen, die überraschten Kunden zu einem schnellen Vertragsabschluss mit einem Strom- und / oder Erdgasanbieter zu bewegen“, warnt Sonja Gerrath. Sie stellt jedoch klar, dass Mitarbeiter der BEW niemals Kundendaten an Dritte herausgegeben oder telefonisch abfragen würden Und in keinem Fall würden Kunden zu einem sofortigen Vertragsabschluss an der Haustür oder am Telefon gedrängt.

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Foto: dpa-tmn/Zacharie Scheurer

Wer auf diese Weise angesprochen wird, dem rät die BEW, Angebote stets in Ruhe zu prüfen und sich nicht zu einem Vertragsabschluss am Telefon an der Haustüre drängen zu lassen. „Rüde Werbemethoden sollten der Polizei gemeldet werden“, betont die Pressereferentin. Besondere Aufmerksamkeit sei geboten,

● wenn man zur Herausgabe persönlicher Daten wie die Kontoverbindung gebeten werde,

● der Telefonwerber mit unterdrückter Telefonnummer anrufe,

● Kundendaten am Telefon abgefragt würden,

● ungewöhnliche Aussagen über die BEW getroffen würden,

● das Angebot auffällig billig sei,

● das Angebot nur sofort abgeschlossen werden könne,

● versucht werde, Druck auf den Gesprächspartner auszuüben,

● der Telefonwerber aggressiv auftrete,

● der Telefonwerber die Fragen nicht ausreichend beantworten könne oder

● er ausgebe, im Auftrag des örtlichen Energieversorgers zu handeln.

In Zweifelsfällen können Kunden jederzeit bei BEW Rückfragen unter Tel. 02267/686200 stellen. „Falls doch ungewollte Verträge unterzeichnet wurden, können Kunden von ihrem zweiwöchigen Widerrufsrecht Gebrauch machen“, rät Sonja Gerrath.

(büba)
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