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Hückeswagen: Beste Stimmung beim siebten „Schmidtsingen“

Hückeswagen : Beste Stimmung beim siebten „Schmidtsingen“

Zum siebten Mal hatte Andre Schmidt zum „Schmidtsingen“ ins Kultur-Haus Zach eingeladen, und jedes Mal lockt die Veranstaltung mehr Publikum an.

Wer vor dem Kultur-Haus Zach an der Islandstraße stand, konnte konnte von drinnen offensichtlich viele Menschen begeistert singen hören. Die siebte Auflage des beliebten „Schmidtsingens“ mit dem Kölner Sänger und Gitarristen Andre Schmidt am Freitagabend dürfte nicht nur das bislang bestbesuchteste Konzert der Reihe gewesen sein – die Zahl der Sangesfreunde war mit jedem weiteren gewachsen. Es war auch die mit dem vermutlich bislang stimmgewaltigsten Publikum. Das fand auch Schmidt, der in der Pause sagte: „Normalerweise muss ich meine Gitarre nach dem ersten Stück immer etwas leiser drehen. Aber heute musste ich sie im Gegenteil noch lauter machen, so gut sind die Hückeswagener heute bei Stimme.“ Was nun eben auch draußen auf der Islandstraße zu hören war.

Das galt etwa für Robbie Williams‘ Schmachtfetzen „Angels“. Vor allem der Refrain wurde von den etwa 70 Sängerinnen und Sängern derart inbrünstig mitgesungen, dass man sich beinahe im Stadion beim Konzert des Ex-„Take-That“-Beaus wähnte. Aber auch eher traditionelles Liedgut wie „Die Gedanken sind frei“ kam gut an und wurde aus so vielen Kehlen mitgesungen, dass Hannes Wader seine Freude hätte. Und selbst die „beste Band der Welt“ aus Berlin alias „Die Ärzte“ würde bestimmt anerkennend nicken ob der leidenschaftlichen Darbietung des 80er-Jahre-Gassenhauers „Westerland“. Von Reinhard Mey und „Über den Wolken“ oder Balou dem Bären und „Probier‘s mal mit Gemütlichkeit“ ganz zu schweigen.

Der „Dschungelbuch“-Evergreen war das Lieblingslied von Laura Schwiergolik, die zusammen mit Ihrer Judo-Mannschaft und ihrer Mutter Jutta Wichert-Schwiergolik aus Radevormwald ins Kultur-Haus Zach gekommen war. „Wir sind heute zum ersten Mal beim ,Schmidtsingen’, und es macht richtig viel Spaß. Die Liedauswahl ist richtig gut“, versicherte Laura Schwiergolik. Genau wie die Stimmung. Kein Wunder, denn wer bei Liedern wie „Dancing Queen“ von ABBA, „Die Biene Maja“ vom vor wenigen Wochen verstorbenen Karel Gott oder „Für mich soll‘s rote Rosen regnen“ von der nicht minder großen Hildegard Knef nicht zumindest mitsummte, sollte seine Vitalwerte dringend einer Überprüfung unterziehen.

Schon jetzt ist abzusehen, dass die Hückeswagener dem Kölner Andre Schmidt bestimmt auch beim achten Mal treu gewogen sein werden.

(wow)