Hückeswagen: Bauhof bereitet sich auf den Winter vor

Hückeswagen : Bauhof bereitet sich auf den Winter vor

Noch ist der Winter nicht in Sicht, der kann aber schnell hereinbrechen. Der Bauhof von Hückeswagen und Wipperfürth ist darauf vorbereitet: 500 Tonnen Streusalz sind in der Salzhalle eingelagert, die Gerätschaften einsatzbereit.

Sehr mild präsentierte sich bislang der Herbst, wenn auch in den vergangenen Tagen zumindest nachts ein Hauch von Winter zu spüren war angesichts der Temperaturen um den Gefrierpunkt. Der richtige Winter mit Eis und Schnee ist noch nicht wirklich in Sicht. Für die Mitarbeiter des Bauhofs ist das alles kein Problem. Die Maschinen für den Winterdienst wurden in der vorigen Woche aufgebaut, ausprobiert, kontrolliert und bei Bedarf repariert. Im großen Salzlager im gemeinsamen Bauhof von Hückeswagen und Wipperfürth an der Egener Straße in der Nachbarstadt lagern noch 500 Tonnen aus der Vorsaison – insgesamt 950 Tonnen passen hinein.

„Die Gerätschaften stehen so, dass jede Maschine daran und dann sofort losfahren kann“, erläutert Bauhofleiter Magnus Bernhardt. Früher waren die Geräte für den Winterdienst in einer ehemaligen Bêché-Halle an der Peterstraße eingelagert. Doch nachdem im Frühjahr eine Lagerfläche des Bauhofs sowie eine Fläche außerhalb befestigt worden waren, ist mehr Platz geschaffen worden. Schneeschieber, Streugeräte & Co. können daher nun an der Egener Straße gelagert werden.

Noch hat Bernhardt keinen Bereitschaftsdienst angeordnet – was angesichts der wenig winterlichen Verhältnisse auch Sinn hat. Doch wenn es tatsächlich einmal Schnee geben sollte, fahren gegen 3 Uhr in beiden Städten Kollegen heraus, um zu sehen, ob es auf den Straßen glatt ist beziehungsweise wo mit Glätte gerechnet werden muss. Ist die Wetterlage kritisch, werden sämtliche 45 Mitarbeiter umgehend angerufen, so dass sie spätestens um 4 Uhr, im Extremfall auch schon um 3.30 Uhr, mit ihren Streu- und Räumfahrzeugen gleichzeitig in die Schloss- und die Hansestadt ausrücken können. Bis 7 Uhr müssen alle neuralgischen Punkte beider Städte geräumt und gestreut sein. Das sind etwa Steigungen und die Straßen vor Schulen und Kindergärten oder dem Wipperfürther Krankenhaus.

Bis zu 20 Fahrzeuge sind dann in Hückeswagen und Wipperfürth unterwegs (s. Info-Kasten), allesamt sind mit Streugeräten ausgestattet. Alle großen Fahrzeuge mit Aufbau haben Rückfahrkameras, so dass die Fahrer der schweren Lkw bei Schneefall aus engen Straßen oder Sackgassen rückwärts wieder herauskommen, ohne geparkte Autos zu beschädigen.

Rücken die Streufahrzeuge frühmorgens aus, werden pro Tour für beide Städte etwa 90 Tonnen Salz geladen. Sind die Fahrzeuge für die Hückeswagener Straßen dann leer, steuern sie das Herweger Lager des Landesbetriebs Straßen NRW an, um auf dessen dort gelagertes Salz zurückzugreifen. Der stellt dann eine Rechnung über die entnommene Menge. Sollte das Salz in der großen Halle des Bauhofs nicht ausreichen, „können wir sofort nachbestellen“, versichert der Bauhof-Leiter. Bestellt sind bereits 1000 Tonnen, die aber erst auf Abruf angefordert werden. „Wir machen die Halle aber nie ganz voll, damit wir das Salz innen laden können“, erläutert der Bauhofleiter.

Zudem sind in der von der Stadt Hückeswagen angemieteten Lagerhalle auf dem ehemaligen Bêché-Gelände weitere rund 40 Tonnen Salz eingelagert. Diese verteilen die beiden Kleintrecker auf den Gehwegen, wenn diese geräumt werden. Für diese Fahrzeuge werden in Kürze, wenn Frost zu erwarten ist, Poller und Schranken auf Gehwegen entfernt – etwa an der Marien-, Pfarrer-Giesen-Straße, am Bolzplatz, Tulpen- und Fliederweg. Die würden im Winter ansonsten festfrieren, weil in die Bodenhülsen Wasser hineinläuft. So geschehen in einem früheren Winter. Die Mitarbeiter hatten alles probiert, sie zu entfernen – ohne Erfolg.

Nicht nur deshalb hoffen die Verantwortlichen, dass es ein ähnlich milden Winter geben wird wie den vorigen Jahren. Lediglich 2016/17 hatte sie es mit viel Schnee und Eis zu tun. Bernhardt hat eine Tendenz festgestellt: „Es gibt keine Konstanz mehr im Winter.“ Seine Mitarbeiter seien an vielen Tagen morgens früh rausgefahren, um zu räumen und zu streuen, und mittags war alles schon wieder weggetaut.“ Der „richtige“ Winter verteile sich nur noch sporadisch auf einzelne Tage.

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