Erinnerungen an die Kunstausstellung der 1990er-Jahre in Hückeswagen Ausstellung zu Skulpturen an der Vorsperre

Hückeswagen · Der Verein Bergische Zeitgeschichte erinnert ab Samstag pünktlich zum Beginn des Altstadtfestes an eine ganz besondere Kunstausstellung. Auch Künstler Klaus Behrla ist dann vor Ort.

Klaus Behrla und Iris Kausemann werden bei einer Wanderung um die Wupper-Vorsperre die Erinnerungen an die Kunstausstellung wieder aufleben lassen.

Klaus Behrla und Iris Kausemann werden bei einer Wanderung um die Wupper-Vorsperre die Erinnerungen an die Kunstausstellung wieder aufleben lassen.

Foto: Iris Kausemann

Mehr als 30 Jahre ist es her, dass internationale Künstler ihre zeitgenössischen Installationen, Objekte und Skulpturen entlang der Wupper-Vorsperre präsentierten. Am 5. August 1990 wurde der „Skulpturenpark Wuppervorsperre“ eröffnet. Das Projekt der Initiative zur Erweiterung der Kultur stieß jedoch nicht nur auf Befürworter, sondern auch auf heftige Kritik. Der Protest ging damals sogar soweit, dass verschiedene Kunstobjekte mit massivem Einsatz zerstört wurden.

Der Verein Bergische Zeitgeschichte (BZG) greift das Thema nun noch einmal auf und organisiert eine Dokumentationsausstellung zum „Skulpturenpark Wuppervorsperre“ in den Geschäftsräumen an der Islandstraße 1. Zum Altstadtfest, am heutigen Samstag, und morgen, Sonntag, können Interessierte die Themenausstellung von 10 bis 18 Uhr besichtigen. Am Samstag wird Klaus Behrla aus Willich vor Ort sein. Der ehemalige Hückeswagener war 1990 neben Stefanie Hierholzer und Ulrich Klaus einer der drei Ausstellungsorganisatoren und auch mit zwei eigenen Steinskulpturen vertreten. Warum die Kunstausstellung in der Natur auf so heftige Kritik stieß, hat der 57-jährige Diplom-Designer schon oft versucht zu analysieren. „Einige Menschen sind der Meinung, dass Kunst ins Museum und nicht in die Natur gehört“, sagt Behrla. Dabei sei die Wupper-Vorsperre eine durch Menschenhand stark veränderte und stilisierte Landschaft. „Im Rückblick hätten wir uns etwas mehr Zeit nehmen müssen, um die Dinge genauer zu erklären und eine bessere Grundstimmung zu erzeugen“, sagt er.

Mit der Themenausstellung der BZG wird die Erinnerung an den Skulpturenpark der 1990er-Jahre mit all seinen Auswirkungen noch einmal in Erinnerung gerufen. Gezeigt wird auch ein Archivfilm mit Originalaufnahmen der Eröffnungsfeier. Zusätzlich zur Ausstellung findet im Zuge der Bergischen Wanderwoche am Freitag, 16. September, 17 Uhr, eine Wanderung um die Wupper-Vorsperre statt. Dabei werden die ehemaligen Standorte der Skulpturen von 1990 erkundet. Mit Bildern und Erklärungen werden Klaus Behrla und Iris Kausemann, Vorsitzende der BZG, die Erinnerungen an den Skulpturenpark noch einmal aufleben lassen. Der Treffpunkt für die Wanderung ist an der Geschäftsstelle des Vereins Bergische Zeitgeschichte, Islandstraße 1.

Inzwischen gibt es im Internet auch eine Dokumentation zum „Skulpturenpark Wuppervorsperre“.
www.skulpturenpark-
wuppervorsperre.de

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