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Hückeswagen: Ausstellung über Partnerstadt Etaples in Stadtbibliothek

Ausstellung in Hückeswagener Stadtbibliothek : Informativer Einblick in Etaples „früher und heute“

Bis Freitag vor Pfingsten ist in der Stadtbibliothek eine kleine, interessante Ausstellung über die Partnerstadt zu sehen. Sie informiert über den Ort vom Ende des 19. Jahrhunderts bis heute.

Es mag eine minimalistische Ausstellung zu Hückeswagens Partnerstadt an der französischen Ärmelkanalküste sein, aber der Freundeskreis der Stadtbibliothek und das Partnerschaftskomitee haben es dennoch verstanden, die vier Stellwänden mit reichlich Informationen zur Geschichte von Etaples zu bestücken. Dazu gibt es im Erdgeschoss der Stadtbibliothek an der Friedrichstraße eine Reihe von aktuellen und historischen Fotos, die Lust auf einen Besuch des einstigen Fischerdorfs machen. Am Sonntagnachmittag, zum „Tag des Buches“, wurde die Ausstellung vor etwa 40 Besuchern eröffnet, zu sehen ist sie zu den Öffnungszeiten der Bücherei bis Freitag, 3. Juni. Der Eintritt ist kostenfrei. Anlass ist das Jubiläum der Städtepartnerschaft, die vor 50 Jahren besiegelt worden ist.

In dieser Zeit seit 1972 hat sich in der Partnerstadt viel getan, wie den schriftlichen Hinweisen von Freundeskreis-Vorsitzender und Etaples-Experte Dr. Axel Bornkessel zu entnehmen ist. So sei die Stadt neben dem Badeort Le Touquet-Paris-Plage, in dem übrigens Frankreichs am Sonntag wiedergewählter Präsident Emanuel Macron seinen Sommersitz hat, zu einem Anziehungspunkt für Touristen geworden. Der Markt wurde zum schönsten in Frankreich gewählt, die ehemalige Seilerei beherbergt inzwischen ein Meeresmuseum und eine Mediathek, und eine hölzerne Promenade führt über Salzwiesen entlang des Flusses Canche.

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Bornkessel, der für unsere Zeitung vor acht Jahren über die Bedeutung des Orts im Ersten Weltkrieg und anschließend dazu das Buch „Im Schatten des Krieges. Hückeswagen und Etaples-sur-Mer von 1914 bis 1918“ geschrieben hatte, hat zudem historische Fakten in Schrift- und Bildform herausgesucht. Der Ort diente im Ersten Weltkrieg als riesiges Lager und Ausbildungscamp der Alliierten – bis zu 70.000 Menschen lebten auf die Wiesen rings um Etaples. Von hier aus wurden Soldaten und Material an die Front geschickt.

Dabei war der Ort schon Ende des 19. Jahrhunderts international bekannt geworden. Denn Maler aus der ganzen Welt hatten in und um Etaples die Natur und das stimmungsvolle Licht über dem Land und dem Meer entdeckt. „Côte d’Opale nannten sie die Küste, die ihnen attraktive Märkte für ihre Gemälde bot“, heißt es auf einer der Informationstafeln.

Schon 2008, anlässlich des 45. Jahrestags der Unterzeichnung des Elyséevertrags zwischen Deutschland und Frankreich, hatten der Freundeskreis und das Partnerschaftskomitee anlässlich des „Tags des Buches“ kooperiert, als sie den langjährigen Chefdolmetscher im Auswärtigen Amt, Hermann Kusterer, nach Hückeswagen geholt hatten. Nun informieren sie in der Stadtbibliothek über den „Fischerort gestern und heute“. In Kürze soll es zudem eine weitere Fotoausstellung in der Glashalle am Bahnhofsplatz geben, um die sich federführend Komiteemitglied Hans-Jürgen Grasemann kümmert.

Öffnungszeiten Stadtbibliothek montags und donnerstags, jeweils 14 bis 19 Uhr, dienstags und freitags, jeweils 8 bis 13 Uhr.