Projekt „Fit durch die Schule“ AOK unterstützt Sport an Hauptschule und EKS

Hückeswagen · Beim AOK-Projekt „Fit durch die Schule“ macht die Montanusschule schon seit vielen Jahren mit. Erstmals mit dabei ist in diesem Jahr auch die Förderschule Nordkreis (EKS).

Bei der Vertragsunterzeichnung für „Fit durch die Schule“ vor der Montanusschule (v. l.): die Hauptschüler Bene (14) und Julius (12), Gabriele Schlünder (AOK), Klaus Kruska (Montanusschule) und Solveig Deventer (Erich-Kästner-Schule).

Bei der Vertragsunterzeichnung für „Fit durch die Schule“ vor der Montanusschule (v. l.): die Hauptschüler Bene (14) und Julius (12), Gabriele Schlünder (AOK), Klaus Kruska (Montanusschule) und Solveig Deventer (Erich-Kästner-Schule).

Foto: Wolfgang Weitzdörfer

Es sind Vertragsunterzeichnungen, die besondere Freude bereiten. Am Montagmorgen war Gabriele Schlünder, Fachberaterin Schulservice der AOK Oberberg, nach Hückeswagen gekommen, um zusammen mit Klaus Kruska vom Leitungsteam der Montanusschule und Solveig Deventer, Lehrerin an der Erich-Kästner-Schule, die den jeweils neuen Kooperationsvertrag für das Projekt „Fit durch die Schule“ zu unterzeichnen. Die Montanusschule ist schon seit mehr als zehn Jahren dabei, für die Förderschule ist es hingegen das erste Mal. „Das freut mich besonders, dass alle drei Schulen in Hückeswagen in diesem Jahr vertreten sind“, sagte Gabriele Schlünder.

Solveig Deventer hatte einen Aufruf per E-Mail bekommen, und sich dann mit Klaus Kruska ausgetauscht, der ihr geraten hate, ebenfalls einen Antrag zu stellen. „Und da wir nach der langen Corona-Phase unser Sport-Angebot neu aufstellen wollten, habe ich mich gerne darum gekümmert“, berichtete die Lehrerin der EKS. Der Projektname sei daher auch mit Absicht entsprechend gewählt worden: „Wir – wieder in Bewegung“.

Darin enthalten seien drei Angebote. „Zum einen haben wir für die Oberstufe ein Programm im Hochseilgarten hinter der Löwen-Grundschule ausarbeiten lassen. Dabei geht es neben dem Sport auch um Selbstbewusstsein und Teambuilding-Maßnahmen“, erläuterte sie. Für die Mittelstufe habe man sich an den Sozialkompetenztrainer Jens Weber aus Köln gewandt. „Mit ihm arbeiten wir schon länger zusammen. Das dritte Angebot ist dann eine ATV-Nachmittagsgruppe zur Körperwahrnehmung mit der Übungsleiterin Nina Schumacher.“

Ziel des AOK-Projekts ist es auch, die Vereine vor Ort mit ins Boot zu holen. Ebenfalls mit dem ATV hat sich die Montanusschule für ihr Projekt „defender“ in Verbindung gesetzt. „Das wird sich in Block-Phasen an unsere unterschiedlichen Jahrgangsstufen richten“, erläuterte Kruska. Es geht bei den älteren Schülern eher um Selbstverteidigung, bei den Jüngeren um das Thema Auspowern durch Fitness. Außerdem sei ein Teilbereich die Deeskalation dabei“, sagte Kruska. Auch hier betreut Nina Schumacher die Schüler. „Wir suchen die Kooperation mit den Sportvereinen, dabei auch mit ganz unterschiedlichen – wir haben etwa auch schon mit dem Judoclub Mifune zusammengearbeitet“, sagte Kruska. Und für das nächste Jahr habe er schon Ideen. „Ich möchte auf jeden Fall einmal das Thema Handball angehen.“

Aber nun geht es zunächst um die aktuelle Förderperiode, bei der die Erich-Kästner-Schule 5190 Euro und die Montanusschule 4500 Euro zugesprochen bekommen haben. „Insgesamt können bis zu 5500 Euro ausgegeben werden. Wenn man also merkt, dass noch Geld fehlt, kann man das auch nachbeantragen“, versicherte Gabriele Schlünder. Grundsätzlich handele es sich bei der Förderung um eine Anschubfinanzierung. „Damit sollen die Schulen Sportprojekte ausprobieren und gegebenenfalls dann fortführen können.“ Möglichst sollten dann Lehrkräfte an den Schulen weitergebildet werden, um selbst und nach den zwei Jahren das Angebot weiter anbieten zu können.

Als „Sahnehäubchen“ bekommen die Schulen noch die Möglichkeit, die ehemaligen Fußball-Bundesligaprofis Marcel Witeczek und Michael Klinkert zu einer ausgiebigen Trainingseinheit einladen zu können. „Dazu müssen die Schulen einfach nur einen Termin buchen“, sagte Gabriele Schlünder. Ein weiteres AOK-Angebot, das sich in Hückeswagen schon seit einigen Jahren reger Beliebtheit erfreut.