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Hückeswagen: Ampelschaltung stößt bei Bürgern auf Kritik

Hückeswagen : Ampelschaltung muss neu geplant werden

Autofahrer stehen an der Kreuzung Bach- / Friedrich- /Heiden- / Lindenbergstraße häufig im Stau. Die Kreis plant, die Ampelschaltung neu zu planen und dem aktuellen Verkehrsaufkommen anzupassen.

Nicht nur für Fahrradfahrer ist die Fahrt auf der Bachstraße in Richtung Wiehagen und Wermelskirchen bisweilen abenteuerlich. Die vielbefahrene Bundesstraße, auf der zudem viel Schwerlastverkehr unterwegs ist, hält auch eine für Autofahrer bisweilen durchaus lästige Stelle parat: die Ampel an der Kreuzung Bach- / Friedrich- /Heiden- / Lindenbergstraße. Ein Wiehagener beschwert sich jetzt am Bürgermonitor bitter über die seiner Meinung nach nicht sinnvolle Ampelschaltung. „Ich ärgere mich schon lange darüber, da ich mindestens einmal am Tag dort entlangfahre“, sagt er.

So sei die Grünphase auf der Friedrichstraße oft viel zu lange, außerdem hätten stellenweise alle Verkehrsteilnehmer in alle Richtungen Rot. Hintergrund sei, dass Kindergartenkinder so sicher über die Straßen kommen könnten. Das sei aber eine veraltete Regelung. „Ich kenne keine Stadt, in der es Straßen mit völligem Stillstand gibt“, sagt der Leser. So sei der Verkehr teils völlig lahmgelegt.

Gerade dieser völlige Stillstand nerve ihn besonders, denn vor allem im Feierabendverkehr entstünde so ein teils enorm langer Rückstau. „In der einen Richtung steht man bis zum Stadtpark, in der anderen Richtung bis zum ehemaligen ,Weinkabinett’“, sagt er. Er frage sich, ob sich um diese Ampel überhaupt gekümmert werde, da er das Thema schon mehrfach bei der Verwaltung vorgebracht habe. Zuletzt beim Unternehmerfrühstück, das die Stadt Hückeswagen einmal im Jahr ausrichte. Roland Kissau vom Ordnungsamt bestätigt das auf Nachfrage: „Diese Thematik kam schon öfter zur Sprache.“ Allerdings seien die Ampeln im Eigentum des Landebetriebs Straßen.NRW und deren Phasenabläufe würden in Zusammenarbeit mit dem Straßenverkehrsamt des Kreises angeordnet.

Iris Trespe, Pressereferentin des Oberbergischen Kreis, teilt dazu mit, dass die Anlage auf Überprüfung durch den Landesbetrieb an sich störungsfrei arbeite. „Aber die übereinstimmende Meinung der Stadt, der Polizei und von Straßen.NRW ist, dass die Phasenschaltungen dem aktuellen Verkehrsaufkommen auf der B­237 angepasst werden müssen“, betont sie.

Zuletzt sei 2018 eine Verlängerung der Grünzeiten zugunsten der Fußgänger angeordnet und auch umgesetzt worden. „Die übrigen Schaltzeiten sind jedoch noch ein Überbleibsel aus der ursprünglichen Planung. Und die datiert auf das Jahr 1996.“ Der nicht unerhebliche Rückstau komme zudem durch die hohe Belastung des „komplexen Verkehrsknotens“ mit mehr als 15.000 Fahrzeugen pro Tag.

Nun soll auch gehandelt werden – wenn auch nicht sofort, wie Andreas Nellessen vom Landesbetrieb mitteilt: „Der Kreis plant in Absprach mit der Stadt und uns eine Neuplanung der Anlage. Allerdings stehen für 2020 keine Planungsmittel mehr zur Verfügung.“ Im Anschluss an die Planungsüberarbeitung wird der Landesbetrieb dann in Abhängigkeit der jeweiligen Haushaltslage eine Erneuerung der Ampelschaltung umsetzen.

Somit müssen der Wiehagener und alle weiteren Autofahrer sich noch einige Monate in Geduld üben, wenn sie im Stau stehen.