Hückeswagen: Am Volkstrauertag ein Zeichen für Frieden setzen

Gedenkfeier : Am Volkstrauertag ein Zeichen für Frieden setzen

Bürgermeister Dietmar Persian betonte am Sonntag bei einer Gedenkfeier die Bedeutsamkeit der Erinnerung für den Frieden. Die Fahnen am Schloss hängen auf Halbmast.

Zur Kranzniederlegung zum Volkstrauertags kamen am Sonntagmittag Vertreter von Stadt, Rat und Verwaltung, sowie verschiedener Institutionen auf dem Friedhof Am Kamp zusammen. Sie gedachten der Gefallenen und Opfer beider Weltkriege. Bürgermeister Dietmar Persian betonte die Bedeutsamkeit der Erinnerung für den Frieden.

Steinerne Kreuze stehen aufgereiht nebeneinander auf einem Stück Rasenfläche des Friedhofes Am Kamp. Schon lange. Auf ihnen eingraviert sind Namen von Männern, die kaum einer der Anwesenden kannte. Das Kreuz eines 23-jährigen François Schoellaert steht neben dem eines 32-jährigen Johannes Klesper. Es sind nur zwei der mehreren Millionen gefallener Soldaten des Zweiten Weltkrieges. Ihrer zu Gedenken und zeitgleich auch der schrecklichen Kriegsereignisse, ist Bestandteil des Volkstrauertages, der gestern in Hückeswagen in Anwesenheit von Schützen, Feuerwehr und dem Posaunenchor Scheideweg begangen wurde.

„Die Fahnen am Schloss hängen auf Halbmast und wir treffen uns wie jedes Jahr hier auf dem Soldatenfriedhof, um der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft zu gedenken“, sagte Persian und berichtete von seinem Besuch am vergangenen Wochenende in der Partnerstadt Étaples-sur-Mer. Dort wurde dem Ende des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren gedacht. 10.000 gefallene Soldaten fanden auf dem Kriegsgräberfriedhof dort ihre letzte Ruhestätte. „Der erste November 1918 liegt weit weg, aber dort standen wir den Grabsteinen ganz nah, und das wirkt bis heute“, sagte Persian, der damit die Bedeutsamkeit eines solchen Gedenktages betonte. Der ernste Anlass habe dennoch etwas Schönes gehabt, erinnerte sich das Stadtoberhaupt.

„Wir können uns glücklich schätzen, dass wir heute gemeinsam mit unseren französischen Nachbarn den Ereignissen gedenken können und dass wir in Europa seit mehr als 70 Jahren Frieden haben.“ Auch einige Freunde aus der Partnerstadt waren am Sonntag anwesend. „Frieden ist aber keine Selbstverständlichkeit“, sagte Persian. „Den Frieden müssen wir hegen. Wir müssen immer wieder ein Zeichen setzen und zeigen, dass uns der Frieden in Hückeswagen, in Europa und in der Welt wichtig ist und wir bereit sind, dafür unseren Beitrag zu leisten.“

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