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Hückeswagen: ADFC sieht Chance in Bever-Radweg

Kommunalwahl in Hückeswagen : ADFC sieht Chance in einem Bever-Radweg

Der Hückeswagener Alfons Herweg vom Kreisverband übt deutliche Kritik an der Online-Petition der FaB und ihrem Bürgermeisterkandidaten und erläutert, warum der geplante der Radweg entlang der Talsperre aus seiner Sicht ein Gewinn für Hückeswagen ist.

Jetzt bekommen die FaB und ihr Bürgermeisterkandidat Frank Mombauer in Sachen Bever-Radweg auch Gegenwind von einer nicht-politischen Organisation. Nachdem die AfD ihre Online-Petition als „Wahlkampf“ bezeichnet hatte (und trotzdem ankündigte, die Petition unterschreiben zu wollen) und die Grünen sich gegen eine Verhinderung des geplanten Baus ausgesprochen hatten (die BM berichtete), gibt’s nun auch Kritik vom Kreisverband des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) in Person von Alfons Herweg. In einer Pressemitteilung schreibt der Hückeswagener: „Schade eigentlich, dass dieses Thema zu Wahlkampfzwecken genutzt wird.“ Sei doch die Entscheidung, diesen Radweg so zu bauen, bekanntlich schon etwas älter. Zudem soll damit in Kürze begonnen werden. „Den Wählerinnen und Wählern jetzt vorzugaukeln, der Bau könne noch gestoppt werden, ist Sand in die Augen streuen und lenkt von den eigentlichen Problemen ab.“

Bereits im Sommer 2017 hatte der Kreis erste Pläne für den Radweg entlang der Bever vorgestellt, mit dessen Bau voraussichtlich Mitte September begonnen werden soll. Er verläuft entlang der Kreisstraße 5 am Beverdamm und an Oberlangenberg vorbei und wird auf die K 13 verschwenkt, wo er in Höhe des Wanderparkplatzes der Neye-Talsperre an den 2012 fertig gestellten Radweg angebunden wird.

„Als ADFC sind wir mehr als froh, dass die Radwege-Infrastruktur verbessert wird“, betont Herweg. Die Situation rund um die Bever-Talsperre sei an vielen Stellen sehr gefährlich und schränke den Radverkehr mehr als ein. Durch den Bau der Radtrasse könnten nicht nur Hückeswagener in Zukunft sicher die Badebuchten der Bever erreichen, auch der immer weiter ansteigende Radtourismus im Bergischen Land werde an Attraktivität gewinnen, ist sich der ADFC-Sprecher sicher.

Herweg befürchtet, dass die Chance auf eine Vernetzung der Fahrradwege verloren gehen könnte. Vor allem, weil die Parkflächen nur an wenigen Tagen im Jahr wirklich genutzt werden würden – eine Meinung, die er mit den Grünen gemein hat. Er regt an, Haltebuchten für Fahrzeuge einzurichten, damit die Badeutensilien ausgeladen werden können. Auch könnte ermittelt werden, ob ergänzend zu den bereits bestehenden zentralen Parkplätzen weitere angelegt werden. „Die Forderung nach dem Erhalt dieser Situation an einigen Wochenenden im Jahr ist für Bevertouristen nicht erstrebenswert“, betont Herweg.