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Hückeswagen: ADFC plädiert für getrennte Weg in den Wupperauen

Radfahren in Hückeswagen : ADFC für getrennten Weg in Wupperauen

Radler und Fußgänger könnten künftig getrennte Wege befahren und gehen. Zwei Hückeswagener ADFC-Mitglieder haben dazu jetzt eine Umfrage gestartet. Sie wollen die Meinung der Hückeswagener wissen.

Wenn’s warm ist, die Sonne scheint und Gott und die Welt jede Menge Zeit haben, dann ist „Rush Hour“ auf dem Radweg. Dann sind etwa im Bereich der Wupperauen nicht nur Radler auf E-Bikes, Kinderrädern, Rennrädern, Tourenrädern oder Mountainbikes in Massen unterwegs, sondern auch Fußgänger mit und ohne Kinderwagen, Gassigeher und Inlineskater. Dann wird’s voll auf dem Radweg.

Im Zuge des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) könnte zumindest in den Wupperauen in absehbarer Zeit Abhilfe geschaffen werden. Hatten doch die Planer des Planungsbüros Lohaus Carl Köhlmos der Verwaltung und der Politik Anfang September im Planungsausschuss vorgeschlagen, den Radweg zu verbreitern, so dass sich ein separater Gehweg nur für Fußgänger ergibt. Somit soll die Kollisionsgefahr ein bisschen entschärft werden. Bei beiden Vertretern des Kreisverbands des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), Alfons Herweg und Matthias Müssener, stieß die Idee auf Sympathie. „Platz wäre genug da“, schreiben sie in einer Pressemitteilung. Denn auch sie haben feststellen müssen, dass es eng wird, wenn sich Radfahrer und Fußgänger begegnen oder überholen. „Gegen diesen Vorschlag sprachen sich Vertreter von CDU und SPD aus“, berichten Herweg und Müssener. Sie hätten empfohlen, die bisherige Lösung beizubehalten, „um ,rasenden’ Rennradfahrern nicht auch noch ihre Spur zu geben“. In ihrer Pressemitteilung argumentieren die ADFC-Vertreter: „Würde dieses Argument für alle Verkehrswege gelten, wäre sicher manche Autobahn heute noch einspurig.“

Der ADFC will die Meinung der Hückeswagener erfragen. So würden sie gerne wissen, welche Vorteile separate Wege in den Wupperauen hätten. „Zunächst gilt für alle Verkehrsteilnehmer schon heute, sich mit Rücksichtnahme auf der Trasse zu begegnen“, appellieren Herweg und Müssener. Gerade an Wochenenden träfen in den Wupperauen Radfahrer, Fußgänger mit und ohne Hunden, Skater und Inliner aufeinander, dann werde es zwangsläufig eng. „Eine Trennung der Wege würde mehr Platz für alle schaffen“, zeigen sich die ADFC-Vertreter überzeugt.

Als Beispiel für getrennte Wege nennen sie die Nordbahntrasse in Wuppertal: „Da können die Großeltern mit ihren Enkeln über den Fußweg flanieren, und Radfahrer haben genügend Platz, sich zu begegnen und auch zu überholen.“ Das sei ein hervorragendes Beispiel für eine gelungene Verkehrsinfrastruktur. Müssener und Herweg sind sich daher einig, dass sich diese Lösung auch für die Wupperauen anbieten.

Kontakt Wer dem ADFC seine Meinung dazu mitteilen möchte, kann eine Mail schreiben an hueckeswagen@adfc-berg.de