Hückeswagen: 53-Jähriger soll Kinderpornografie verbreitet haben

Ermittlungen : Hückeswagener soll Kinderpornografie verbreitet haben

Der Vorwurf wiegt schwer, und deshalb hat der Amtsrichter einen Hückeswagener jetzt in Untersuchungshaft geschickt: Dem 53-Jährigen wird die Verbreitung von Kinderpornografie vorgeworfen.

Seit September 2017 führt die Polizei in Gummersbach Ermittlungen gegen den 53-Jährigen aus Hückeswagen wegen des sogenannten Cyber-Groomings, teilt Polizei-Sprecher Michael Tietze mit. Darunter zu verstehen ist das gezielte Ansprechen von Menschen im Internet, um sexuelle Kontakte anzubahnen.

In weit mehr als 200 Fällen habe der Mann über die Internet-Plattform Facebook unter einem Pseudonym Kinder in Polen angesprochen. „Er gab sich dort als zwölfjähriger deutscher Junge aus, der eine Freundin in Polen sucht“, berichtete Tietze.

In den Chats erschlich sich der 53-Jährige nach derzeitigem Ermittlungsstand das Vertrauen der Kinder und forderte von ihnen im Verlauf der Kontakte die Übersendung von Nacktbildern und Videos. Ebenso verschickte er an sie offenbar pornografische Bilder und Videos. Wenn die Kinder keine Bilder mehr schicken wollten, soll er mit der Veröffentlichung der bereits zugesandten Bilder gedroht haben.

Aufgrund eines von der Staatsanwaltschaft Köln beantragten Haftbefehls nahm die Polizei ihn Anfang der Woche in Hückeswagen fest, seitdem befindet er sich in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen der Polizei dauern noch an.

(büba)
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