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Hückeswagen: 344 Päckchen in 34 Kartons verschickt

Weihnachten im Schuhkarton : 344 Päckchen in 34 Kartons verschickt

Die Hückeswagener und Menschen aus der näheren Umgebung haben sich zahlreich an der Sammelaktion „Weihnachten im Schuhkarton“ beteiligt. Dr. Silke Wolff und ihr Sohn Robin bildeten wieder die Sammelstelle in Hückeswagen und zeigen sich begeistert von der Resonanz.

Diese Bilanz kann sich wahrlich sehen lassen: Dr. Silke Wolff und ihr Sohn Robin bildeten auch in diesem Jahr die Hückeswagener Sammelstelle für die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“. Fazit: „ Wir haben fertig gepackt, die Spedition hat 344 Päckchen in 34 Versandkartons bereits abgeholt“, teilt Silke Wolff mit und zeigt sich hochzufrieden mit der Spendenbereitschaft der Hückeswagener. Neu in diesem Jahr und für die Spender sicher spannend: Den Weg ihrer Päckchen können sie im Internet verfolgen unter www.geschenke-der-hoffnung.org/projekte/weihnachten-im-schuhkarton/wohin-ging-mein-schuhkarton/

Deutschlandweit konnten 409.448 Weihnachtspäckchen versendet werden, weltweit wurden mehr als zehn Millionen Geschenke auf den Weg gebracht. „Damit liegen wir immerhin bei etwa einem Promille der deutschen Päckchen – ein tolle Erfahrung für uns Organisatoren, dieses Engagement jedes Jahr wieder so erleben zu dürfen“, sagt Silke Wolff. Sie und ihr Sohn hätten wieder eine prima Saison erlebt, „und trotz des eher sommerlichen Wetters haben sich wieder viele Hückeswagener und Menschen aus der Umgebung auf den frühen Weihnachtsgedanken eingelassen und wunderbare Päckchen gepackt“, berichtet sie. In der Tat: Bei ihrem ersten Aufruf für die Aktion waren es draußen noch locker 25 Grad. Auch ein besonders schöner, noch neuer Trend ist den emsigen Sammlern aufgefallen: Schon junge Menschen im Teenager-Alter haben teils unter Aktivierung ihrer Familien einen Weg gefunden, Päckchen auf den Weg zu bringen – „ein tolles Engagement´“, findet Silke Wolff. Mancher habe ein Paket gebracht, häufig kamen aber auch Menschen vorbei, die sich nicht entscheiden konnten, wen sie beschenken wollten und hatten gleich mehrere gepackt. „Toll ist auch, dass die Hückeswagener wieder versucht haben, gegen den üblichen Trend zu schenken: der Anteil „großer Jungs“ liegt bei uns zum zweiten Mal über dem landesweiten Durchschnitt“, freut sich die Organisatorin und richtet bereits einen Appell an die eifrigen Päckchenpacker für das nächste Jahr: „Das können wir sicher noch steigern. Wer keine Präferenzen hat, möge an die großen Kinder, Mädchen und Jungen zwischen zehn und 14 Jahren, denken.“

Aber nicht nur Privatpersonen haben sich an der Aktion beteiligt: Auch die Firma Pflitsch war wieder erfolgreich dabei, wie auch der ökumenische Kindergarten St. Katharina in Wiehagen und dieses Jahr erstmalig der katholische Kindergarten Am Kamp. Weitere Annahmestellen waren das Sana-Klinikum, die Bäckerei Fahlenbock in Wipperfeld und die Stiftung Tannenhof aus Remscheid. Auch die Mitarbeiter der Firma HEW in Wipperfürth haben wieder eine schöne Zahl Päckchen beigetragen.

Silke Wolff erinnert sich gerne an viele gute Gespräche auf dem Martinsmarkt: „Die Hückeswagener haben sich bezüglich des sinnvollen Inhalts vergewissert, sich fertig dekorierte Kartons zum Befüllen abgeholt und uns wertvolle Tipps und schöne Ideen mit auf den Weg gegeben, wie wir im nächsten Jahr wieder gemeinsam erfolgreich sein können“, berichtet Wolff. Besonders gefreut hat sie sich über die kleine Schar Wiederholungstäterinnen aus dem Handarbeitsbereich: „wunderbare, handgearbeitete Söckchen, Mützen und Schals als Sachspenden, um Kartons zu füllen – vielen Dank den fleißigen Damen dafür, etwas Handgearbeitetes hat doch immer einen besonderen Wert“, findet sie.

Um auch das Porto der Päckchen zu finanzieren, hatten Sandra Gerke als Filialleiterin der Volksbank im Bergischen Land und Familie Lammert vom Optik-Uhren-Schmuck-Geschäft besondere Ideen: Lammert sammelte hat mit einer Glücks-Schildkröten-Aktion fast 300 Euro und die Volksbank im Rahmen ihres Jubiläumsspendenbudgets 500 Euro.

Erfreulich gering waren dieses Jahr die Dinge, die die Organisatoren aus den Paketen herausnehmen mussten, wie Lebensmittel und batteriebetriebene Geräte, weil sie aus zollrechtlichen Gründen verboten sind, „diese Dinge haben wir in erprobter Weise der Islandtafel für ihre Weihnachtsaktion zur Verfügung gestellt“, berichtet Silke Wolff.