Hückeswagen: Holzhaufen vor dem Osterfeuer umschichten

Hückeswagen: Holzhaufen vor dem Osterfeuer umschichten

Für das kommende Wochenende sind beim Ordnungsamt der Stadt 46 Anträge auf Osterfeuer eingegangen. Das bestätigte gestern Roland Kissau auf Anfrage unserer Redaktion.

Seitdem die Brauchtumsfeuer bei der Stadt angemeldet werden müssen, seit 2012, hat sich ihre Zahl deutlich reduziert. Höhepunkt war 2011, als im gesamten Stadtgebiet 137 Feuer ausmachten.

Die Veranstalter müssen einige Auflagen befolgen. So müssen die Osterfeuer mindestens 100 Meter von einem Wohnhaus und mindestens 50 Meter von unbewohnten Gebäuden wie Scheunen entfacht werden. "Zudem sollten immer Eimer mit Wasser oder andere Löschmittel griffbereit in der Nähe stehen", betonte Kissau. Mitglieder der Feuerwehr und der Ordnungsdienst der Stadt werden am Wochenende vereinzelte Brauchtumsveranstaltungen kontrollieren.

Zudem sollten die Veranstalter berücksichtigen, dass die Feuer arten- und tierschutzrechtliche Probleme bereiten können. Für gewöhnlich wird das Brennmaterial über Wochen dort gesammelt und aufgeschichtet, wo es auch verbrannt wird. Das birgt jedoch die Gefahr, dass Vögel oder Kleinsäuger wie Igel dort Unterschlupf suchen und ihre Nester bauen. Wird dann das Feuer entfacht, werden die Nester samt Eier oder Jungtiere zerstört.

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Zudem kommen auch ausgewachsenen Tiere in den Flammen um, da sie angesichts der Menschen um das Feuer herum keine Flucht wagten. Das wären Verstöße gegen das Artenschutz- und Tierschutzrecht, die als Ordnungswidrigkeit oder sogar als Straftat geahndet werden können.

Das Kreisumweltamt rät, kurz vor Beginn des Osterfeuers das Material umzuschichten, so dass im Haufen versteckte Tiere die Flucht ergreifen können. Nester mit Eiern oder Jungtieren sollten vorsichtig an umgesetzt werden.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Für diese Tiere sind Osterfeuer eine Gefahr

(büba)