Hückeswagen: Hohe Geldstrafe für 36-jährigen Radfahrer im Drogenrausch

Hückeswagen : Hohe Geldstrafe für 36-jährigen Radfahrer im Drogenrausch

Gefährlich schwankend war ein 36-jähriger Fahrradfahrer im Juni auf der Straße An der Schlossfabrik unterwegs. Es war bereits kurz vor Mitternacht, als der Wipperfürther von der Polizei angehalten und kontrolliert wurde, wobei er sehr nervös war.

"Seine Gesichtsmuskeln zuckten unkontrolliert, und er konnte dem Gespräch nicht folgen", hieß es im Polizeibericht, den der Richter in der Verhandlung am Amtsgericht Wipperfürth verlas, vor dem sich der 36-Jährige jetzt verantworten musste.

Eine Blutprobe hatte ergeben, dass der Radfahrer Amphetamine und THC im Blut hatte und somit kurz vorher Cannabis konsumiert haben musste. Der Angeklagte zeigte sich reuig, versuchte aber, die Straftat abzumildern: "Ich bin nur auf dem Fahrradweg gewesen und wäre nie auf öffentlichen Straßen oder mit dem Auto gefahren", beteuerte er. "Aber natürlich bin ich mir bewusst über mein Vergehen", fügte er mit gesenktem Kopf hinzu.

Ein Blick ins Vorstrafenregister zeigte, dass der Wipperfürther schon länger ein Drogenproblem hat: Sieben Eintragungen hatte er in den vergangenen zwölf Jahren gesammelt, darunter Verurteilungen wegen Körperverletzung, Diebstahl, Erwerb und Einfuhr von Betäubungsmitteln sowie unerlaubtem Besitz von Schusswaffen. Aufgrund der Vorstrafen beantragte der Staatsanwalt für die Drogenfahrt auf dem Fahrrad eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je 20 Euro. Der Richter blieb unter der beantragten Tagessatzhöhe, erhöhte dafür jedoch die Tagessatzsumme und verurteilte den Angeklagten zu 45 Tagessätzen zu je 30 Euro, somit also zu 1350 Euro Geldstrafe.

"Ich bin unter dem Antrag des Staatsanwalts geblieben, weil Sie frühzeitig einsichtig und geständig waren", begründete er das Urteil. Der 36-Jährige verzichtete auf Rechtsmittel und muss nun seine Strafe mit seinem geringen Hilfsarbeiterlohn abstottern.

(heka)
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