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Hückeswagen: Hightech für die Pharmazie

Hückeswagen : Hightech für die Pharmazie

Die bisher größte von der Firma GFA Steriltechnik in Oberdorp produzierte Wasseraufbereitungsanlage ist so gut wie fertig. In der 15 Tonnen schwere Anlage wird 100 Prozent keimfreies Wasser hergestellt.

15 Tonnen hochwertiger Edelstahl funkeln in der Sonne am bislang heißesten Tag des Jahres. Auf dem Hof der Firma GFA Steriltechnik GmbH & Co. KG in Oberdorp im Gewerbegebiet Winterhagen-Scheideweg steht eine neun Meter große Destillationsanlage für einen Kunden im europäischen Ausland. Auffällig sind vor allem die Rohrleitungen mit einer Gesamtlänge von elf Kilometern.

"Es ist die größte Wasseraufbereitungsanlage seit der Gründung unseres Unternehmens", berichtet Axel Zimmerbeutel. Er ist der Geschäftsführer der Nachfolgefirma der GFH Metallbau gGmbH, einem Zweckbetrieb der Gefährdetenhilfe Scheideweg. "Wir haben uns über zwei Jahrzehnte hinweg in der Metallbranche als Dienstleister im Bereich des Pharma-Anlagenbaus etabliert", sagt er. Jetzt präsentiert Zimmerbeutel stolz den jüngsten Meilenstein des Unternehmens, das es in dieser Form seit 2009 gibt.

100-prozentig frei von Keimen

Die Destillationsanlage soll später bei dem Kunden dafür sorgen, dass immer genügend Wasser zur Verfügung steht. "Wir reden hier von H20 in seiner reinsten Form", betont Projektleiter Jörg Gabriel. "Es ist absolut frei von Bakterien, Keimen und Verunreinigungen aller Art." Dies sei vor allem dann nötig, wenn eine Produktionsmaschine von Überresten eines gerade produzierten Medikaments gereinigt werden muss. Anschließend kann gefahrlos die Produktion eines anderen Medikamentes aufgenommen werden.

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Fachleute der GFA Steriltechnik und der benachbarten Letzner Pharmawasser-Aufbereitung GmbH machten sich zu Jahresbeginn gemeinsam an Planung und Bau der großen Wasseraufbereitungsanlage. Gestern erreichte das Team eine wichtige Zwischenetappe. "Heute wird die Anlage in kleinere Einheiten zerlegt und mit einem Acht-Tonnen-Stapler in das 200 Meter entfernte Firmengebäude von Letzner transportiert", sagt Betriebsleiter Witali Wiebe.

Nun schließt sich eine etwa zweiwöchige Testphase an, bei der auch Mitarbeiter des TÜV die Anlage begutachten werden. Danach ist der Transport zum Kunden geplant. Allzu tief wollen sich Verkaufsleiter Thomas Rücker und Jörg Gabriel allerdings nicht in die Karten schauen lassen. Zu viel hänge von der diskreten Abwicklung des Geschäftes ab, sagen sie. Nur so viel lassen die Projektbeteiligten durchblicken: Das Investitionsvolumen befindet sich im sechsstelligen Bereich.

"Gelungene Kooperation"

"Wir sind jedenfalls sehr erfreut über die gelungene Kooperation des 26-köpfigen Teams", unterstreicht Axel Zimmerbeutel.

(nob)