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Hückeswagen: Hausbesuch bei jedem Fünften

Hückeswagen : Hausbesuch bei jedem Fünften

Der Zensus 2011 startet offiziell am kommenden Montag. 1952 Hückeswagener Haushalte und 3151 Menschen, die darin leben, werden ab Dienstag beim Hausbesuch durch Erhebungsbeauftragte befragt – und müssen antworten.

Der Zensus 2011 startet offiziell am kommenden Montag. 1952 Hückeswagener Haushalte und 3151 Menschen, die darin leben, werden ab Dienstag beim Hausbesuch durch Erhebungsbeauftragte befragt — und müssen antworten.

Seit Tagen haben Monika Winter und Heike Otto ein leicht mulmiges Gefühl: "Wo immer ich Leute auf den Zensus 2011 anspreche, bekomme ich die Frage zu hören, was das denn sein soll", sagt Monika Winter.

Heike Otto hat ähnliche Erfahrungen gemacht. Und deshalb schwant ihnen nichts Gutes, denn: Ab Dienstag nächster Woche werden die beiden Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung nach Feierabend im Rathaus für den Zensus 2011 "auf Klingeltour" durch Hückeswagen gehen.

Heike Otto und Monika Winter sind zwei von insgesamt 30 Erhebungsbeauftragten, die in den nächsten Wochen in der Stadt für den Zensus 2011 insgesamt rund 1950 Haushalte besuchen. Mit den Besuchten gehen sie Fragebögen zu deren Wohn- und Lebensumständen durch und füllen sie aus. Rund eine halbe Stunde wird jeder Hausbesuch dauern, wenn alles reibungslos verläuft. Und vermutlich deutlich länger, wenn sie die Besuchten erst einmal darüber aufklären müssen, was es mit dem Zensus 2011 eigentlich auf sich hat.

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Tür öffnen und antworten

Bei einer Schulung im Ratssaal sind die Hückeswagener Erhebungsbeauftragten — unter ihnen sind noch weitere Mitarbeiter der Stadtverwaltung — auf ihren Job vorbereitet worden. Dabei wurde auch klar, dass der erste Knackpunkt darin besteht, überhaupt ins Haus gelassen zu werden, um dann Antworten auf alle gestellten Fragen zu bekommen.

Monika Winter und Heike Otto haben da, ebenso wie ihre Kollegen aus der Verwaltung, einen Vorteil: Sie sind bekannt in Hückeswagen. Da werden sich Türen schneller öffnen als vor Fremden, die klingeln.

Alle Erhebungsbeauftragten können sich als solche ausweisen, auch in Verbindung mit dem Personalausweis. Und: Sie sind zu absoluter Verschwiegenheit verpflichtet. Monika Winter: "Das betrifft nicht nur die Antworten auf die Fragen, die wir stellen, sondern bezieht sich auf alles, was wir in den Haushalten sehen oder hören." Sichergestellt ist überdies, dass keiner der Erhebungsbeauftragten mitsamt den Fragebögen im eigenen Wohnumfeld, also in der Nachbarschaft, auftritt.

Seit dieser Woche finden die Haushalte, die im Rahmen der Stichprobe befragt werden, Post im Briefkasten: einen Flyer mit Informationen zum Zensus 2011 und eine Terminankündigung für den Hausbesuch des Erhebungsbeauftragten. Passt der vorgeschlagene Termin nicht in die eigene Zeitplanung, kann telefonisch ein neuer mit dem jeweiligen Beauftragten vereinbart werden. Nicht zulässig ist es, den Hausbesuch generell abzulehnen und/oder Antworten auf Fragen zu verweigern.

(RP)