Hückeswagen/Hämmern: Hämmern bekommt Kreisverkehr – Staugefahr

Hückeswagen/Hämmern : Hämmern bekommt Kreisverkehr – Staugefahr

Wegen der Bauarbeiten ist ab April zwischen Hückeswagen und Wipperfürth mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen.

Als Ende 2009 die Fahrbahndecke der B 237 zwischen Kobeshofen und Grunewald am Ortseingang von Hämmern über mehrere Wochen hinweg erneuert wurde, standen die Autofahrer häufig lange im Stau. Dieses Szenario blüht Kraftfahrern, die von Hückeswagen aus über die B 237 nach Wipperfürth fahren oder von dort kommen, demnächst wieder.

Denn der Landesbetrieb Straßen NRW startet Anfang April, unmittelbar nach Ostern, mit dem Bau eines großen Kreisverkehrs in Hämmern. Im Zuge dieser Arbeiten wird auch die Fahrbahndecke auf einer Länge von 300 Metern erneuert. Das teilte jetzt Johannes Szmais von der Regionalniederlassung Rhein-Berg des Landesbetriebs in Gummersbach auf BM-Anfrage mit.

Der Kreisverkehr wird mitten in Hämmern entstehen, so dass nach der Fertigstellung vor allem der Verkehr, der aus dem Industriegebiet und von der Esso-Tankstelle kommt, besser abfließen kann. Die Stadt Wipperfürth hatte seit Jahren auf den Bau des ihrer Ansicht nach dringend notwendigen Kreisels gedrängt, nun sind die Mittel dafür frei gegeben worden.

Die Autofahrer müssen sich über Monate hinweg auf Verkehrsbehinderungen auf der viel befahrenen Bundesstraße einstellen. Denn Szmais kündigte an, dass die Bauarbeiten bis September oder Oktober dauern werden. Der Verkehr wird in dieser Zeit mit Ampeln geregelt und einspurig an der Baustelle vorbei geführt.

Auch für die Anwohner von Hämmern bedeuten die Bauarbeiten eine Beeinträchtigung. Das dürfte darüber hinaus auch für die Hückeswagener gelten, die in Kleineichen, Heide und Fürweg leben. Denn die Straßen dort nutzen viele ortskundige Autofahrer als Umleitungsstrecke, wenn die parallel verlaufende Bundesstraße wegen einer Baustelle oder eines Unfalls "verstopft" ist. Der Kraftfahrzeugverkehr in diesen Bereichen dürfte also zwischen April und Oktober spürbar zunehmen.

Auch Verkehrsteilnehmer, die sich nicht auskennen, werden womöglich diesen Schleichweg befahren — mit der Folge, dass auch verstärkt Lkw auf den schmalen Straßen unterwegs sein werden. So hatte sich im April 2009, als am Ortseingang von Wipperfürth (McDonald's) der Kreisverkehr gebaut wurde und sich ein langer Stau gebildet hatte, ein Container-Laster in Heide festgefahren. Er hing fest, nachdem er einem anderen Lkw hatte ausweichen wollen und musste aufwändig geborgen werden.

(RP/rl)
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