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Guter Start für das Bever-Bundesligateam

Segeln : Guter Start für das Bever-Team in die Bundesliga-Saison

Platz 10 beim ersten Start in der zweiten Segel-Bundesliga für die Newcomer der Seglervereinigung Wuppertal. Teamchef Ronald Roos ist zufrieden mit dem Einstieg, Sohn Morten meint: „Es geht noch was“

Fast schon Wetterbedingungen wie an der Ostsee mit Böen bis acht Windstärken, extremen Hagelstürmen und zwei Grad Celsius – es fehlten nur noch die meterhohen Wellen, die, je nach Windrichtung, vor Schleswig-Holstein dann üblich sind. Dennoch war das kein Problem für die erfahrenen Segler von der Bever-Talsperre auf dem Starnberger See. Ihren ersten Auftritt in der Zweiten Segel-Bundesliga krönte die SVWu Wuppertal gleich mit einem zehnten und damit einem guten Platz im Mittelfeld. Teamchef Ronald Roos: „Für den Einstieg war das schon sehr gut.“

Nach dem Trainingslager über Ostern in Eckernförde ging es für die Nachrücker in die Zweite Liga gleich in den Süden der Republik an den Starnberger See. Drei Tage segelte das Team von Steuermann Ronald Roos sowie Hermann Franc und den Roos-Kindern Maren und Morten beim ersten von fünf Spieltagen gegen 17 andere Zweitligisten, die mehrheitlich aus dem Norden Deutschlands kamen. Sechs Rennen am ersten Tag, ebenfalls sechs Rennen am zweiten und vier am dritten Tag . Das kostete Kraft und Nerven, gestand der Teamchef ein. Besonders stolz ist er, dass „wir uns von hinten nach vorn gekämpft haben“.

Denn nach dem ersten Wettkampftag und dem letzten Platz sah es nicht gut aus für die Bergischen. „Wichtig für uns war, dass nach der ersten Wettfahrt die Stimmung gut war. Wir haben viel Lehrgeld bezahlt an diesem ersten Tag und uns darauf eingestellt.“ Wichtig sei gewesen, nicht den Faden zu verlieren und die Nerven zu behalten. „Wir haben unser Ding weiter durchgezogen, und das wurde belohnt“, sagt SVWu-Steuermann Roos sichtlich zufrieden. Zumal eben auch Kälte und Nässe den Seglern zusetzte.

Böen bis zu acht Windstärken, aber im Schnitt vier bis fünf Windstärken kosteten Kraft. „Das Team hat gut funktioniert“, sagt Roos, denn auf den kurzen Strecken zwischen den Tonnen musste alles klappen: Von der Taktik bis zur Arbeit an der Pinne hin zum Vorschiffteam am Gennaker. „Nach dem ersten Tag haben wir einfach gesagt: Wir greifen jetzt von hinten an. Das hat funktioniert“, berichtet Roos.

Am Ende des zweiten Tages lag das SVWu-Team schon auf Platz 11, nach Wettfahrtschluss auf Rang 10. Mit drei zweiten Plätzen und so gar einem Sieg in einem Race sicherte sich der Aufsteiger den Platz im Mittelfeld. „Dieser erste Spieltag hat schon unsere Erwartungen übertroffen. Denn wir sind immerhin bestes NRW-Team und zweitbester Aufsteiger.“ Sohn Morten setzt dabei gleich noch einen drauf, denn er ist überzeugt: „Es geht noch was.“

Ausrichter dieses Regattawochenendes war der Münchner Yacht-Club. Die Deutsche Segelbundesliga stellte den Teams die J 70-Boote zur Verfügung; jeweils sechs absolvierten ein Race. Die Zusammenstellung war vorher ausgelost worden, ebenso die Boote.

Nach diesem stürmischen Auftakt in Bayern geht es in zwei Wochen vor Konstanz auf dem Bodensee weiter. Am kommenden Wochenende aber sind die Junioren auf der J 70 am Start: Die SVWu schickt erstmals ein Team bei der Junioren-Segelbundesliga an den Start. Vier Regatta-Tage sind über den Sommer zu absolvieren. Dabei geht es gegen den Nachwuchs der führenden deutschen Segelclubs. Steuerfrau Maike Roos wird zusammen mit ihrer Schwester Maren, ihrem Cousin Aron sowie Melvin Hartmann auf dem Starnberger See im J 70 starten.