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Geschichtsverein blickt auf das Jahr 2018 zurück.

Hückeswagen : Abwechslungsreiches Jahr liegt hinter dem BGV

Noch vor dem ersten Advent lud der Vorstand des Bergischen Geschichtsvereins zur Jahresabschlussfeier ins Heimatmuseum. Knapp 20 Besucher wollten sich das nicht entgehen lassen. Die BGV-Vorsitzende Iris Kausemann ließ in einem launigen Jahresrückblick mit vielen Fotos das Jahr Revue passieren.

Wie rührig die Aktivitäten des Geschichtsvereins waren, wurden deutlich, als Kausemann mit ihrem Rückblick begann. Neben den zahlreichen Vorträgen waren es vor allem die Ausflüge und Exkursionen, die aus 2018 in Erinnerung bleiben dürften. So ging es im März nach Köln, wo die Teilnehmer das Glück hatten, in die alten Abwasserkanäle hinabzusteigen. „Die werden derzeit umstrukturiert und sind bis auf Weiteres nicht mehr öffentlich zugänglich“, sagte Kausemann. Auch die Zweitagesfahrt im Juni nach Würzburg sei sehr schön gewesen. Wenngleich es schwer gewesen sei, die erforderliche Teilnehmerzahl zu erreichen. „Deswegen habe ich davon abgesehen, im kommenden Jahr eine Zweitagesfahrt zu organisieren“, sagte Kausemann. Und vertröstete auf 2020: „Vielleicht geht es dann nach Kassel“, sagte die BGV-Vorsitzende.

Ein Highlight sei zudem die Öffnung des BGV-Archivs an der Gerhart-Hauptmann-Straße im April gewesen. Kausemann betonte, dass sich der Besuch auf jeden Fall lohne, wenn man in Ruhe ein wenig in alten Archivalien zur Stadtgeschichte schmökern wolle. Auf andere Weise herausragend sei die Teilnahme an der Bergischen Wanderwoche Ende Mai gewesen. „Die 18 Kilometer lange Wanderung war nicht nur sehr interessant, sie war auch sehr gut besucht“, sagte Kausemann. Sie werde auch im kommenden Jahr wieder angeboten. Zudem habe durch die Einnahmen – drei Euro pro Teilnehmer, die sonst gespendet wurden – eine Bank auf Elberhausen angeschafft werden können. „Der Blick geht da zwar nach Wipperfürth, aber sie ist dennoch sehr schön und mit unserer Plakette versehen“, sagte Kausemann. Auch eine der letzten Veranstaltungen am 9. November zum Gedenken an die Pogromnacht sei ihr nachhaltig in Erinnerung geblieben, sagte Kausemann. „Das war sehr eindrucksvoll.“

Zur Auflockerung wurden noch zwei kurze Filme gezeigt, einer davon beschäftigte sich mit der Verkehrserziehung im Jahr 1925. In dem Stummfilm machte sich der Bauer Knubbel aus Hückeswagen auf den Weg nach Wuppertal und Remscheid. Das sorgte für Schmunzeln bei den Anwesenden, vor allem wegen der amüsanten Darstellungen der Verkehrsregeln. Bevor dann das Buffet eröffnet wurde, las Gudrun Roßnoch eine Geschichte „Die fünfte Jahreszeit“ von Kurt Tucholsky vor.