Gelungener Abschluss von „Hückeswagen live“

Open-Air-Konzertreihe : Gelungener Abschluss von „Hückeswagen live“

Die Organisatoren nehmen bereits die 13. Auflage der Open-Air-Konzertreihe für kommendes Jahr ins Visier.

Eher langsam füllte sich der Schlossplatz am Freitagabend, als „UnArt“ aus Siegen als vierte und letzte Band der zwölften Auflage von „Hückeswagen live“ mit viel Elan und Leidenschaft in ihr erstes Lied einstieg. Vermutlich war das ein wenig den doch deutlich kühleren Temperaturen geschuldet, bei denen eher Jacke und lange Hose als Shorts und T-Shirt angesagt waren. Davon ließen sich die Hückeswagener aber keineswegs die Feierlaune verderben, und so wurde schon zum Medley aus Bob Marleys „No Woman No Cry“ und The Police‘ „So Lonely“ dezent getanzt und mitgegroovt. Das Septett um Sängerin Sarah Christin Klein hatte sichtlich Spaß bei clever ausgewählten Songs wie „Heartlight“ von Kenny Loggins, „Bring Me To Life“ von Evanescence, „All The Small Things“ von Blink 182 oder „Boulevard Of Broken Dreams“/„American Idiot“ von Green Day.

Nicht nur das Publikum war gut gelaunt, auch die Veranstalter waren hochzufrieden mit der der zwölften Ausgabe von „Hückeswagen live“. Jule Blechert von der Siegener „agentur57“ resümierte: „Es war eine gute Kombination mit zwei Bands, die schon mal dabei waren, und den zwei neuen Gruppen. Und auch das Wetter hat in diesem Jahr eigentlich immer mitgespielt.“ Auch Monika Winter, Geschäftsführerin des Stadtmarketings, freute sich schon auf „UnArt“: „Jetzt spielt eine Band, die schon oft bei uns gewesen ist, einen grandiosen Abschluss für dieses Jahr. Selbst wenn es etwas kühler als an den vorherigen Freitagen ist. “ Blechert ging derweil definitiv von einer 13. Auflage aus – wenn denn die Sponsoren wieder mitspielten. „Die vier Termine im August sind aber mit der Stadtverwaltung schon fest abgesprochen, daher bin ich da absolut guter Dinge“, sagte die Projektkoordinatorin. Anfang 2019 würden die Planungen losgehen.

Für „UnArt“, die ehemalige Schülerband aus Siegen, war es bereits der dritte Auftritt in der Schloss-Stadt – allerdings erst der erste ohne Regen. Das riss Sänger Steffen Wüst zur launigen Bemerkung hin: „Vielleicht ist es im nächsten oder übernächsten Jahr auch mal warm, wenn wir wieder hier sind. . .“ Allerdings kenne man sich als echte Siegerländer mit kühlen Temperaturen und Regen durchaus aus. Damit keiner frieren oder sich sogar erkälten musste, packte die Band kurzerhand eine ganze Palette an Hits aus und feuerte sie leidenschaftlich auf die etwa 300 Zuschauer: „An Tagen wie diesen“ von den Toten Hosen funktionierte beispielsweise ganz optimal. „Wir brauchen jetzt jede Stimme auf diesem Platz! Und alle Hände!“, forderte Wüst – und bekam das Gewünschte. Ein bisschen kontraproduktiv mutete es vielleicht an, als die Band plötzlich „Cold As Ice“ von Foreigner anstimmte – aber Galgenhumor konnte schließlich manchmal am besten helfen. . .

Noch besser aber wirkte die Musik. Und die erklang etwa drei Stunden am Schloss, ehe es dann hieß: Bis zum nächsten Jahr, beim 13. „Hückeswagen live“ im August vor dem Schloss.

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