Hückeswagen: Garage brennt, Hauseigentümer verletzt

Hückeswagen: Garage brennt, Hauseigentümer verletzt

Einen Verletzten und hohen Sachschaden forderte gestern Mittag der Brand in einer Garage eines Reihenendhauses an der Lessingstraße. Der Löschzug Stadt und die Löschgruppe Holte bekämpften den Brand, dessen Ursache unklar ist.

Die Spuren des Feuers und des anschließenden Feuerwehreinsatzes sind unverkennbar. Die Front des Hauses ist völlig verrußt, Teile der Wellblechverkleidung über der Garage, dem Brandherd, sind verschmort. Der hübsche Oldtimer "ist hinüber", wie es Stadtbrandinspektor Karsten Binder gestern Nachmittag formulierte. Zu diesem Zeitpunkt war der zweistündige Einsatz auf dem Fürstenberg wieder beendet.

Um 11.58 Uhr waren der Löschzug Stadt und die Löschgruppe Holte alarmiert worden. Nur wenige Minuten später trafen die ersten der insgesamt 24 Einsätzkräfte am Ort des Geschehens ein. Auch der Rettungswagen war umgehend da; die Sanitäter versorgten den Hauseigentümer, der sich an den Händen verletzt und eine Rauchvergiftung erlitten hatte. Der Mann hatte versucht, mit Hilfe eines Feuerlöschers den Brand in der Garage zu bekämpfen. "Das Feuer breitete sich aber rasanter aus als er sich das wohl vorgestellt hatte", sagte Binder. Schließlich wurde der Hauseigentümer ins Wipperfürther Krankenhaus gebracht.

Seine Frau war unverletzt geblieben und wurde von ihren Schwestern, ihrer Tochter und einer Nachbarin betreut. "Wir haben ihr geraten, vorerst nicht im Haus zu übernachten", berichtete der Stadtbrandinspektor. Denn wegen der starken Rauchentwicklung könnte es im Inneren noch zu viele Schadstoffe geben, die nicht eingeatmet werden sollten.

Zwei Trupps mit je vier Feuerwehrleuten betraten unter Atemschutz das Reihenendhaus, um dort nach möglichen Brandherden zu suchen. Fündig wurden sie aber nicht. Das Innere war dennoch stark verqualmt, weil der Rauch aus der Garage durch die geöffneten Fenster ins Haus gelangt war. Die Feuerwehrleute trugen später starke Lüfter hinein, die dafür sorgten, dass sich der Qualm verzog.

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Angefordert worden war die Wärmebildkamera der Radevormwalder Feuerwehr. Mit ihr wurde nach Glutnestern hinter der Fassade gesucht. "Wir mussten Teile der Schieferverkleidung und des Wellbleches entfernen, um zu löschen", sagte Binder. Denn aufgrund der großen Hitze hatten sich dort einige Glutnester gebildet.

Weil das Haus an einem steilen und schmalen Hang liegt, parkten die Einsatzfahrzeuge auf dem oberen Teil der Lessingstraße und der unterhalb des Hauses liegenden Fürstenbergstraße. Von dort aus legten die Feuerwehrleute eine Leitung hinauf und löschten so das Feuer in der Garage und kühlten die Fassade.

Während das Nachbarhaus nicht in Mitleidenschaft gezogen wurde, gab es Probleme mit der Photovoltaikanlage auf der rückwärtigen Seite des beschädigten Gebäudes. Binder: "Die Kabel sind durch den Keller verlegt, und wegen der hohen Hitze ist ihre Kunststoff-Ummantelung weggeschmolzen." Da eine solche Anlage nicht einfach abgeschaltet werden kann und bei helllichtem Tag Strom produziert, bildete sie eine ständige Gefahr für die Einsatzkräfte. "Da mussten wir mit äußerster Vorsicht vorgehen", sagte der Wehrchef. Nun müsse ein Elektriker danach schauen.

Noch während der Löscharbeiten trafen auch Beamte der Kriminalpolizei ein, die die Ermittlungen nach der Brandursache aufnahmen. Was letztlich das Feuer in der Garage ausgelöst hatte, konnte Karsten Binder gestern noch nicht sagen.

(RP)
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