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Hückeswagen: Früherer Kindergarten könnte Flüchtlingsheim werden

Hückeswagen : Früherer Kindergarten könnte Flüchtlingsheim werden

Noch reichen die Kapazitäten der Stadtverwaltung aus, um Asylbewerber in Hückeswagen unterzubringen. Doch laut Prognose der Bezirksregierung Arnsberg, die die Flüchtlinge auf die Kommunen verteilt, sollen bis Jahresende rund 130 Menschen aus aller Welt in der Schloss-Stadt eintreffen. 72 Asylbewerber leben derzeit in der Stadt, für 30 weitere sind städtische oder angemietete Wohnungen frei. Für die übrigen müssten Unterkünfte gesucht werden.

Die Stadt will etwa Mehrfamilienhäuser kaufen, um darin Flüchtlinge unterzubringen. So machte der Bauausschuss jetzt den Weg frei zum Kauf des Hauses Kölner Straße 51, wo möglicherweise drei der fünf Wohnungen mit Flüchtlingen belegt werden könnten. Ein anderer Weg ist, freie und verfügbare städtische Grundstücke zu bebauen. Die Verwaltung hat mögliche Standort im Stadtgebiet darauf überprüft, ob dort Unterkünfte errichtet werden können. Über das Ergebnis berichtete Bauamtsleiter Anderas Schröder am Donnerstagabend im Planungsausschuss.

Am geeignetsten erscheint das Gebäude des ehemaligen Kindergartens an der Ewald-Gnau-Straß, wo bis zu 30 Menschen untergebracht werden könnten. Als weiterer möglicher Standort mit Platz für bis zu 20 Flüchtlingen käme das Gelände an der Kölner Straße oberhalb der Grundschule in Frage, auf dem bis zu seinem Abriss vor einigen Jahren bereits ein Asylbewerberheim gestanden hatte. Egbert Sabelek (Grüne) warf zwar ein, dass die Fläche jetzt als Parkplatz genutzt werde und bei einer Bebauung die Autos wieder auf der schmalen Kölner Straße stünden. Schröder argumentierte jedoch: "Es gibt mittlerweile genügend Parkplätze im Bereich des Friedhofs." Auch wenn die Wege etwas weiter seien, so könnte dort doch geparkt werden.

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Als mögliche Standorte überprüft wurden auch Flächen an der Goethestraße, am Schützenhaus, im "Weierbachblick" und an der Henry-Ford-Straße im Gewerbegebiet Winterhagen-Scheideweg. Doch die kommen für die Verwaltung aus unterschiedlichen Gründen nicht in Frage. Bürgermeister Dietmar Persian: "Wir müssen jetzt abwarten, wie sich die Flüchtlingszahl weiter entwickelt. Für 2015 sind wir jedenfalls gewappnet."

(büba)