Hückeswagen: Frischlinge stranden auf Wupper-Eis

Hückeswagen : Frischlinge stranden auf Wupper-Eis

Zu gleich drei Einsätzen musste der Löschzug Stadt am Wochenende ausrücken.

Tiere in Not! So lautete die Alarmierung am Sonntagmorgen, hatten sich doch drei Frischling nahe des Hauses Hammerstein auf der zugefrorenen Wupper-Talsperre verirrt. Wie die Mini-Wildschweine aufs Eis geraten waren, ist unklar. Jedenfalls konnten sie sich auf ihren Hufen nicht mehr selbstständig aus der rutschigen Lage befreien. Die Bache war bereits auf halber Strecke zum anderen Ufer durch die Eisschicht gebrochen und ertrunken.

So wurde um 8.26 Uhr der Löschzug Stadt alarmiert, zudem wurde der zuständige Jagdpächter hinzugezogen. "Eine gefahrlose Rettung war allerdings nicht möglich, da sich unter anderem der Rest der Rotte in der Nähe des Ufers aufhielt und die Einsatzkräfte im Zweifel attackiert hätte", teilte Morton Gerhardus, Sprecher der Feuerwehr mit. Aus diesem Grund seien die drei Frischlinge vom Jäger erlegt worden. Die Jägerschaft habe die Wildschweine dann geborgen, die Feuerwehr habe nicht mehr eingreifen müssen.

Die wurde am Sonntagabend, gegen 19.35 Uhr, erneut alarmiert. Dieses Mal musste der Löschzug zur Unterstützung des Rettungsdienstes zur Großberghauser Straße ausrücken. Dort befand sich eine hilflose, verletzte Person in ihrer Wohnung, der Rettungsdienst kam jedoch nicht ohne Weiteres an den Patienten heran. Die Feuerwehrleute schafften laut Gerhardus einen Zugang zur Wohnung, so dass die Sanitäter den Bewohner ärztlich versorgen und anschließend in ein Krankenhaus zur Behandlung bringen konnten.

Bereits am späten Freitagabend war der Löschzug aufgrund einer unklaren Rauchentwicklung zur Gerhart-Hauptmann-Straße gerufen worden. Dort wurde gegen 23.20 Uhr festgestellt, dass die Wohnung derzeit renoviert wird und zurzeit unbewohnt ist. Vom Hausmeister wurde die Tür zur Wohnung geöffnet, damit die Feuerwehr die Ursache feststellen konnte. In Inneren lief ein Bautrockner, der Wasserdampf ausgestoßen hatte; ein Feuer wurde nicht entdeckt. Gerhardus: "Der Wasserdampf ließ nach außen hin vermuten, dass es sich um Rauch handelt." Die Einsatzkräfte mussten somit nicht mehr eingreifen und konnten nach kurzer Zeit wieder abrücken.

(büba)
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