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Hückeswagen: Freiluft-Messe mit Handicaps

Hückeswagen : Freiluft-Messe mit Handicaps

Trotz Großbaustelle mitten im Zentrum und Regen am Sonntag: Den örtlichen Handwerkern, dem Stadtmarketing und dem Einzelhandel ist es erneut gelungen, eine attraktive Leistungsschau auf die Beine zu stellen.

Zwei Tage lang zeigten Handwerker, Dienstleister und Einzelhändler aus Hückeswagen, was sie "drauf haben". Fazit: Es ist eine ganze Menge! Das Team des Stadtmarketings hatte im Vorfeld wieder ganze Arbeit geleistet; über 70 Aussteller konnten für den "Hückeswagener Treff" gewonnen werden. "In der Organisation sind wir mittlerweile routiniert", bestätigten Dirk Hövel und Guido Schnitzler für das Organisatoren-Team.

Und trotzdem: Es kamen nicht so viele Besucher wie in den Vorjahren. Die Rahmenbedingungen waren einfach zu ungünstig. Die Großbaustelle im Zentrum war ein Handicap, das durchgängig schlechte Wetter am Sonntag ein zweites. Auch am Samstag kamen die Besucher trotz Sonnenschein zunächst nur zaghaft in die Innenstadt.Ein Grund dafür könnte das Parkplatzproblem gewesen sein. Weil die Bahnhofstraße diesmal wegen der Großbaustelle Stadtstraße nicht als Ausstellungsfläche genutzt werden konnte, mussten der Etapler Platz und der Aldi-Parkplatz im Zentrum für Autofahrer gesperrt werden.

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Die Einfahrt zum Parkplatz der Firma Klingelnberg, sonst bei Großveranstaltungen dieser Art als stadtnahe Ausweichfläche genutzt, war am Wochenende abgeriegelt. So wurde es eng in der Innenstadt.Zahlreiche Hückeswagener reagierten dann doch und kamen per Fahrrad in die Stadt.

Ein ideales Fortbewegungsmittel war auch der fast lautlose Segway-Elektroroller, mit dem Justin Lummer für den am Samstag offiziell eröffneten neuen GHW-Klettergarten im Brunsbachtal warb. Dort werden auch Segway-Cross-Touren angeboten.Während sich die erwachsenen Besucher beim "Treff"unter anderem die zahlreich ausgestellten Modelle der Autohäuser ansahen, war für den Nachwuchs ein wahres Spielparadies auf dem Aldi-Parkplatz aufgebaut. Hüpfburgen, Rutschen, Kletterwände, Bungee-Run und sogar ein Looping-Bike sorgten für kostenlosen Spielspaß.

Wem das zu unspektakulär war, der durfte unter Anleitung einen Bagger der Firma Wittfeld bedienen und mit dessen Schaufel Sandberge versetzen.Wer sich mehr Zeit für einen Bummel durch die Innenstadt nahm und genau hinschaute, entdeckte viele Mitmach-Möglichkeiten an den Ständen der Aussteller.

Der Bergische Abfallwirtschaftsverband (BAV) bot zum Beispiel ein Umwelt-Quiz an, die Stadt informierte über Veranstaltungstermine und stellte Ansteck-Buttons zur 925-Jahr-Feier her. Bei der Volksbank durfte ein gläserner Tresor geknackt werden, um einen der Preise zu ergattern.Etwas ruhiger ging es in der Islandstraße zu. Martina Heß präsentierte Besuchern die neuen Räumlichkeiten ihres Kosmetik-Studios.

Vor "Winkler's" diente die Ladefläche eines 34 Jahre alten Land-Rovers zur Präsentation von Mode. Moderne Sitzssäcke und große Blumenkübel stellte Karsten Schlickowey vor seinem Laden "Stilmix" aus. "Wir können heute mal zeigen, was sonst zu groß ist für unsere Verkaufsfläche", sagte der Einzelhändler.

Ausgiebig konnte dann gestern beim verkaufsoffenen Sonntag durch die Geschäfte der Stadt gebummelt werden. Viele hatten sich besondere Attraktionen zum normalen Angebot ausgedacht. Bei anhaltend schlechtem Wetter blieb der Besucher-Zuspruch jedoch hinter anderen offenen Sonntagen im Jahresturnus zurück und lag damit unter den Erwartungen der Einzelhändler.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Hückeswagener Treff