Hückeswagen: Frauensinn und Männerlaune

Hückeswagen : Frauensinn und Männerlaune

Irgendwie ist im April jede Jahreszeit vertreten: Vom usseligen Winter bis zum schönen Frühsommer ist alles dabei. Vielleicht hat dies einen Bauern zu der Regel veranlasst: "Aprilwetter und Frauensinn sind veränderlich von Anbeginn". Dass es nur ein Bauer gewesen sein kann, ist klar.

Eine Bäuerin hätte vielleicht gedichtet: "Männerlaune und Apriltage — häufig übel, keine Frage". Aber wie auch immer, für die Gartenarbeit ist der April auf jeden Fall noch eher unbeständig. Eigentlich möchte jetzt jeder loslegen. Und das Angebot im Gartencenter ist äußerst verlockend. Geranien, Margariten und Zitronenbäumchen sind aber für den bergisch-kalten Garten leider noch nicht geeignet. Also bleiben nur so profane Arbeiten, wie Rasenmähen, Vertikutieren oder Sträucherschneiden. Diese Frondienste machen zwar nicht so viel Freude, wie bunte Blumen zu pflanzen. Aber was sein muss, muss sein.

Also: Alle Sträucher, die im Frühjahr geblüht habe, wie Forsythien oder Zier-Johannisbeeren, können jetzt geschnitten werden. Rosen vertragen auch einen Frühjahrsschnitt. Ebenso der Rasen: Erst mähen, und wenn der Boden möglichst trocken ist, vertikutieren. Anschließend düngen und Kahlstellen neu einsäen. Dafür Rasensamen mit Moosvernichter verwenden.

Auch unbeliebt, aber notwendig: Unkraut zupfen und Schnecken bekämpfen. Denn wer jetzt bereits Schneckenkorn anbietet, hat mangels Fress-Alternativen großen Erfolg bei der Vernichtung dieser Schleimer. Wem die giftige Methode jedoch zu gruselig ist, kann die Schnecken morgens unter Brettern absammeln. Was dann damit geschehen soll, ist allerdings auch nicht weniger gnädig. . .

(RP)
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