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„Fragile Matt“ begeistert Hückeswagener Publikum im Kultur-Haus Zach.

Konzert : „Fragile Matt“ als musikalische Reiseführer

Mit einer musikalischen Reise auf die Grüne Insel startete das Kultur-Haus Zach am Samstag ins neue Jahr: Das deutsch-irische Quartett „Fragile Matt“, das im Bergischen beheimatet ist, sorgte nicht nur für ein ausverkauftes Haus, sondern, mit schnellen Rhythmen und heiteren Melodien, auch für gute Stimmung in der Schlossstadt.

Bereits zum siebten Mal gastierten die vier Musiker im Kultur-Haus, und wieder einmal kamen sie zahlreich, die Liebhaber irischer Folklore und Lebensfreude. Bei original irischem Guinnessbier ließen sich die gut aufgelegten Zuhörer zum Mitklatschen und Singen hinreißen. „Das war ein Fehler“, bemerke Frontsänger David Hutchinson humorvoll-herausfordernd, nach dem das Publikum als stimmkräftiger Chor mitgewirkt hatte. „Jetzt wissen wir, das ihr singen könnt.“ Nun würde er seinen improvisierten Chor öfter in die Pflicht nehmen. Unterhaltsam war jedoch nicht nur das musikalische Repertoire der vier Künstler, bunt zusammengestellt aus tanzbaren Stücken und traditionellen irischen Trink- und Streikliedern. Auch ihre außergewöhnlichen Anmoderationen und die Geschichten, die sie zum Besten gaben, sorgten für einen hohen Unterhaltungsfaktor.

Die quirlige Andrea Zielke, der „Power-Floh“ der Formation, hüpfte und tanzte auf der Bühne auf und ab, sang und spielte dabei auf verschiedenen Whistles oder auch auf ein Dudelsäckchen und einer Mandoline und erzählte zwischendurch Geschichten. Etwa, dass ihre Musikerkollegin Katja Winterberg am Bodhrán – einer irischen Rahmentrommel – ihr Instrument während ihrer dreijährigen Ausbildung auf einer schottischen Galeere kennengelernt habe. Dort habe sie sich auch verliebt, in einen schottischen Kapitän, „mit langem weißen Rauschebart, einem kuscheligen, dicken, runden Bauch und dreieinhalb Zähnen im Mund.“ Das Publikum schmunzelte. Über Kapitän Donald im Schottenrock handelte dann auch das folgende Lied „Donald where’s your troosers“ (Donald, wo ist deine Hose). Das Publikum klatschte amüsiert mit. Und natürlich hatte auch Frontmann David Hutchinson, neben einem feinen Gespür für Musik, viel über seine irische Heimat zu erzählen, etwa, dass in seinem Dorf immer noch keine Eisenbahn fahre und die Leute sich dort auf Eseln fortbewegen. „Aber die sind wenigstens pünktlich.“