1. NRW
  2. Städte
  3. Hückeswagen

Hückeswagen: Fleischmarkt will in Kobeshofen expandieren

Hückeswagen : Fleischmarkt will in Kobeshofen expandieren

Im Grunde genommen ist Karl-Josef Blumberg immer auf der Suche: Metzgerlehrlinge und ausgebildete Metzgermeister benötigt der Geschäftsführer des Kobeshofener Fleischmarkts schon seit Jahren, doch fündig wird er eher selten.

Momentan sucht er erneut — und hat ebenfalls wieder Probleme, das Gewünschte zu bekommen. "Ich suche händeringend Parkplätze für meine Kunden", berichtete der Metzgermeister gestern auf Anfrage der BM. Grund für die neuerliche Suche: Blumberg will mit seinem Fleischmarkt expandieren. "Ich möchte den Verkaufsraum vergrößern", teilte Blumberg mit. Dazu habe er bereits Gespräche mit der Stadtverwaltung geführt.

Der Geschäftsführer des Unternehmens, das mit 220 Mitarbeitern zu den größten in Hückeswagen gehört, fühlt sich offenbar ein wenig unter Druck. Denn angesichts der geplanten neuen Einzelhandelsstandorte "West 3" bei Kammerforsterhöhe und am Wipperhof, dem Ortseingang von Wipperfürth, "muss ich mir 'was einfallen lassen". So setzt er auf einen größeren Verkaufsraum, um konkurrenzfähig zu bleiben.

Angesprochen wurde Blumberg in den zurückliegenden Tagen angesichts des Skandals um Dioxin verseuchtes Schweinefleisch aus Irland immer wieder, ob solche Ware auch in Kobeshofen verarbeitet worden sei. "Wir haben kein Fleisch aus Irland", versicherte er. Zumal argentinisches Fleisch derzeit günstiger sei. Blumberg warf in diesem Zusammenhang einen kritischen Blick auf die Europäische Union: "Es ist nunmal politischer Wille, dass die Waren EU-weit verkauft werden sollen." Als Beispiele nannte er ungarische Hafermastgänse und irische Butter, die durch ganz Europa gekarrt würden.

(RP)