Finanzamt Wipperfürth: Jetzt Lohnsteuer-Freibeträge ab 2020 beantragen

Finanzamt Wipperfürth : Lohnsteuer-Freibeträge ab 2020 beantragen

Das Finanzamt Wipperfürth gibt Tipps für Lohnsteuer-Freibeträge.

Wer Freibeträge für den Lohnsteuerabzug 2020 berücksichtigen lassen möchte, kann ab sofort einen entsprechenden Antrag beim Finanzamt Wipperfürth auf Lohnsteuer-Ermäßigung stellen. Das ist auch für Hückeswagen und Radevormwald zuständig. „Durch die Lohnsteuer-Ermäßigung können Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer früher über ihr Geld verfügen und müssen nicht mehr bis zum nächsten Jahr warten, um eine Erstattung mit der Steuererklärung zu beantragen“, erläutert der stellvertretende Finanzamtsleiter Johannes Meyer. „Dadurch, dass der Arbeitgeber den Freibetrag bereits beim Lohnsteuerabzug berücksichtigt, erhöht sich dann das monatliche Nettoeinkommen.“ Allerdings falle in diesem Fall die spätere Erstattung geringer aus.

Um sicherzustellen, dass die Lohnsteuer-Ermäßigung gleich ab Jahresbeginn berücksichtigt wird, muss der Antrag bis zum 31. Januar 2020 eingereicht werden. Wird der Antrag danach gestellt, kann die Ermäßigung erst im darauffolgenden Monat berücksichtigt werden. Ein Besuch beim Finanzamt ist dabei nicht zwingend notwendig, denn der Antrag kann per Post gestellt werden. Die dafür erforderlichen Formulare sind nicht nur im Finanzamt, sondern auch im Internet zu finden unter www.finanzverwaltung.nrw.de.

Arbeitnehmer können mit dem Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung einen Freibetrag gleich für einen Zeitraum von zwei Kalenderjahren beantragen. „Sie müssen also nicht mehr jedes Jahr aktiv werden“, versichert Meyer. Eine einjährige Berücksichtigung ist allerdings ebenso möglich wie die spätere Änderung eines einmal beantragten Freibetrags.

Auf Antrag wird ein Freibetrag gewährt, wenn die abziehbaren Aufwendungen – Werbungskosten, Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen – insgesamt 600 Euro im Jahr übersteigen. Bei der Berechnung dieser Antragsgrenze zählen Werbungskosten allerdings nur mit, soweit sie den Arbeitnehmer-Pauschbetrag von jährlich 1000 Euro übersteigen. „Auf Antrag werden im Lohnsteuer-Ermäßigungsverfahren aber auch Verluste aus anderen Einkunftsarten berücksichtigt oder die Zahl der Kinderfreibeträge geändert, sofern die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind“, heißt es in der Pressemitteilung des Fnanzamts. Die Freibeträge sowie alle für die Berechnung der Lohnsteuer wichtigen Daten, wie zum Beispiel Steuerklasse, Kinderfreibeträge, Religion, werden als elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale (ELStAM) gespeichert und den Arbeitgebern elektronisch zum Abruf bereitgestellt.

Übrigens: Wer für das laufende Jahr bisher noch keinen Ermäßigungsantrag gestellt hat, kann das bis spätestens zum 30. November nachholen.

(büba)
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