Energie sparen in Hückeswagen Spül- und Waschmaschine nur bei Sonnenschein

Hückeswagen/Kürten · Die Feuerwehrchefs von Hückeswagen (Karsten Binder) und Stefan Landwehr (Kürten) verraten ihre ganz persönlichen Energiespartipps.

  Stadtbrandinspektor Karsten Binder von der Hückeswagener Feuerwehr.

Stadtbrandinspektor Karsten Binder von der Hückeswagener Feuerwehr.

Foto: Heike Karsten

Die Bundesregierung ruft alle Menschen im Land zum Energiesparen auf, damit alle angesichts der knapperen Erdgasimporte gemeinsam besser durch den nächsten Winter kommen. Die Bergische Energie- und Wasser-GmbH (BEW) hat zusammen mit den Kommunen Hückeswagen, Wermelskirchen, Wipperfürth und Kürten eine Energiespar-Kampagne gestartet, in der Multiplikatoren ihre Ratschläge zum Einsparen geben.

Die Klimaschutzmanagerinnen Jennifer Becke aus Wipperfürth und Viviane Pape aus Kürten, der neue Hückeswagener Klimaschutzbeauftragte Marius Burmester und Kathrin Kellermann, Pressesprecherin der Stadt Wermelskirchen, fragen dabei nach persönlichen Energiesparmaßnahmen; heute kommen die Feuerwehrchefs von Hückeswagen, Karsten Binder, und Stefan Landwehr, Kürten, zu Wort.

   Stefan Landwehr ist Leiter der Feuerwehr in Kürten.

Stefan Landwehr ist Leiter der Feuerwehr in Kürten.

Foto: BEW

Herr Binder, sie löschen Brände mit kaltem Wasser. Können Sie privat auf ein heißes Schaumbad verzichten oder hüpfen Sie künftig zu zweit in die Wanne?

Karsten Binder Nicht immer löschen wir mit Wasser, manchmal auch mit Schaum. Ein Schaumbad ist trotzdem nicht so meins. Darauf kann ich also leicht verzichten. Beim Energiesparen nutze ich die Sonne. Denn vor fünf Jahren haben wir uns nach Beratung von der BEW eine Photovoltaik-Anlage aufs Dach gebaut. Seitdem läuft unsere Spülmaschine oder Waschmaschine nur noch, wenn die Sonne scheint. Hierüber freut sich meine Frau besonders, denn sie übernimmt jeden Monat die Zählerstände und vergleicht diese. So können wir schnell feststellen, ob mehr oder weniger Strom bzw. Wasser verbraucht wurde. Am Ende eines jeden Jahres erfreuen wir uns darüber, was alles eingespart wurde. Und das mit wenig Aufwand, indem wir unser Verhalten der Sonne, soweit es möglich ist, angepasst haben.

Herr Landwehr, Sie sind begeisterter Bastler und Tüftler, ein echter „Düsentrieb“. Sitzen Sie mit Schal und Pullover auf dem Sofa oder welchen Geistesblitz haben Sie umgesetzt, um Energie einzusparen?

STEFAN LANDWEHR Leider kann ich im energetischen Bereich außen an meinem Fachwerkhaus (Baujahr etwa um 1700) nichts umsetzen. Somit konzentriere ich mich beim Energiesparen vor allem darauf, dass die Technik optimal funktioniert. Ich habe alle Heizungsthermostate gegen Elektronische getauscht, und über eine Software kann ich sie jetzt sehr exakt einstellen. Kurz bevor ich in meiner Wohnung eintreffe, werden die Räume erst beheizt. Verlasse ich die Wohnung wieder, fahren die Thermostate wieder in die Absenkung. Des Weiteren habe ich alle Leuchtmittel auf LED-Technik umgerüstet.

Vor allem im Gebäudestand liegt ein riesiges Energiesparpotenzial. „Die Sonne schickt keine Rechnung“, lautet der Titel eines Buches des „Solarpapstes“ Franz Alt. „Langfristige Lösungen für eigene Energieerzeugung wie Solarthermie, Photovoltaik oder auch die richtige Wärmepumpe sparen Energie und Geld“, erläutert die BEW. Wärmepumpen werden vom Gesetzgeber auch gefördert: Zum 1. Januar 2025 soll jede neu eingebaute Heizung auf Basis von 25 Prozent erneuerbarer Energien betrieben werden. Die BEW berät Hauseigentümer und hilft bei der Umstellung auf erneuerbare Energien. Aktuell sind jedoch als eine Folge des Krieges in der Ukraine Lieferketten gestört. Dadurch fehlen Teile, und die Lieferzeiten haben sich verlängert.

Mehr Infos zum Energiesparen gibt es auf der Internetseite der BEW unter www.bergische-energie.de/klik-energiesparen

(büba)
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