Hückeswagen: Feuerwehr gut ausgerüstet und ausgebildet

Hückeswagen: Feuerwehr gut ausgerüstet und ausgebildet

An der Sicherheit für die Bevölkerung und die Einsatzkräfte spart die Stadt nicht. Mehrere Fahrzeuge und ein Motorboot wurden bewilligt und angeschafft. Mit 114 aktiven Einsatzkräften ist die Feuerwehr derzeit gut aufgestellt.

Die Freiwillige Feuerwehr erwartet mit Spannung und Vorfreude den Bau des neuen Feuerwehrhauses. "Hochwertige Technik muss angemessen untergebracht sein", betonte Feuerwehrchef Karsten Binder bei der Jahresdienstbesprechung am Freitagabend im Forum. Das Grundstück im Brunsbachtal sei bereits gekauft und die Ausschreibungen für das Planungs- und Architekturbüro laufen. "Der Bau eines Feuerwehrhauses gehört nicht zu den Alltagsgeschäften eines Architekten, denn es müssen dabei viele Dinge beachtet werden", erläuterte Binder.

Doch es lässt sich mit der modernsten Technik kein Feuer löschen, wenn es nicht auch engagierte und gut ausgebildete Feuerwehrleute gäbe. Hier sind die Wehren mit 114 aktiven Einsatzkräften und 32 Jugendlichen (Stand 31. Dezember 2017) gut aufgestellt. "Wir haben eine stabile Mitgliederzahl in den vergangenen vier Jahren und auch eine gleichmäßige Verteilung in der Altersstruktur", sagte Thomas Schmitz, stellvertretender Feuerwehrleiter, bei der Erläuterung der Statistik.

Die Mitglieder haben im vorigen Jahr wieder zahlreiche örtliche Schulungen und Übungen wie auch Kreisausbildungen absolviert - darunter Maschinisten-Fortbildungen, Sprechfunk- und Atemschutzgeräte-Lehrgänge. Sechs Einsatzkräfte besuchten die sogenannte Heiß-Ausbildung im Brandschutzcontainer des Notfallzentrums Kotthausen und probten dort den Ernstfall. "Jeder Handgriff muss sitzen, auch wenn man nachts um drei geweckt wird", sagte Mathias Pohl vom Löschzug Stadt. Die Jugend bildet sich ebenso stetig weiter, wie die zahlreichen Ernennungen und Beförderungen belegten. "Bei uns werden die Jugendlichen aber nicht gedrillt, sondern alle zwei Wochen stehen Spaß, Sport und Spiel im Vordergrund", betonte Jugendleiter Thomas Lemmen.

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Die Einsätze im Jahr 2017 lagen mit 93 unter dem Durchschnitt. Neben 16 Bränden wurde die Feuerwehr zu 59 Technischen Hilfen angefordert, wobei Ölspuren seit Kurzem vom Baubetriebshof entfernt werden. Insgesamt wurden bei den Einsätzen 25 Personen gerettet. Die Zahl der Fehlalarme lag mit 18 gleichbleibend hoch, wie Karsten Binder bedauerte. Der Autounfall nahe Dreibäumen im Oktober, bei dem eine Person noch am Unfallort starb, sei für die Rettungskräfte der "belastendste Einsatz der letzten Jahre" gewesen, wie Frank Felbeck, Leiter der Löschgruppe Straßweg, in seinem Jahresbericht betonte.

Im Vergleich zur Feuerwehr in Königs Wusterhausen halten sich die Einsätze jedoch in Grenzen. Die acht Ortswehren der Partnerstadt wurden 2017 zu insgesamt 1014 Einsätzen gerufen. Stadtbrandmeister Sandro Viehöfer war der Einladung nach Hückeswagen gerne gefolgt; mit dabei auch sein Vorgänger Dietmar Rechenberg. Er wurde zum Ehrenmitglied der Feuerwehr Hückeswagen ernannt. "Damit habe ich nicht gerechnet", sagte der Brandenburger gerührt.

Frank Felbeck wurde aus seinen Führungsaufgaben der Löschgruppe Straßweg entlassen. Sein Nachfolger ist Oberbrandmeister Christoph Erlhagen. "Ich habe 22 Jahre lang Verantwortung übernommen, jetzt müssen Jüngere nachrücken", sagte der 54-Jährige im Gespräch mit unserer Redaktion. Für groovige Musik zwischen den Vorträgen sorgten die Musikschul-Dozenten Bernt Laukamp, Horst Rieger, Werner Huppert und Eckhard Richelshagen.

(heka)