FaB in Hückeswagen will Fußweg zum Schulhof der Realschule

Hückeswagen: Die FaB fordert einen Fußweg hinauf zum Schulhof der Realschule

Schulleitung und Bürgermeister halten einen Fußweg von der Kölner Straße zum Schulhof der Realschule nicht für zwingend erforderlich. Die FaB fordert dennoch einen.

Seit Jahrzehnten marschieren die Jungen und Mädchen den kleinen Anstieg von der Kölner Straße zur Realschule morgens hinauf und mittags wieder hinunter. Passiert ist in all den Jahren nichts. Die FaB-Fraktion fordert jetzt dennoch einen Fußweg, wie deren Sprecher Oliver Junginger in einer Mitteilung schreibt. Das Schreiben liegt Bürgermeister Dietmar Persian auch als Antrag vor, der nun in der ersten Sitzung des Bauausschusses nach der Sommerpause Anfang September behandelt werden soll.

Nachdem der Bürgerentscheid Mitte April erfolgreich war und damit auch der Standort der Realschule an der Kölner Straße manifestiert wurde, hatte die Stadtverwaltung im Rat mitgeteilt, dass in Real- und Hauptschule investiert werden soll. Wie Junginger berichtet, habe die Stadtverwaltung davon gesprochen, in den kommenden fünf bis zehn Jahren 6,2 Millionen Euro in die Real- und sechs Millionen Euro in die Hauptschule investieren zu wollen. „In der Ratssitzung am 19. Juni wurde der Beschluss über die Dachsanierung der Hauptschule gefasst und verabschiedet“, schreibt Junginger. Über die anstehende Erneuerung der Zufahrt und des Schulhofes und Parkplatzes der Realschule habe die Stadtverwaltung jedoch nur grob, ohne Kosten zu nennen, informiert.

Schon in der Sitzung habe die FaB die Frage gestellt, ob die Verwaltung sich auch Gedanken gemacht habe, die Auffahrt zu verbreitern. Junginger: „Die Auffahrt ist sehr schmal, und ein erkennbarer Gehweg für Fußgänger wäre schon für die Kinder sehr sinnvoll, da es ihn zurzeit nicht gibt und es im Winter manchmal kritisch wird.“ Die FaB fordert nun einen Kosten- bzw. Investitionsplan für Real- und Hauptschule, in dem offengelegt wird, wie die 6,2 bzw. sechs Millionen Euro für die beiden weiterführenden Schulen verbaut werden sollen. „Und wenn wir jetzt schon bei der Realschule anfangen, dann muss auch der dringend notwendige Fußweg mit angelegt werden“, fordert Junginger.

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Das sieht Christiane Klur, die Leiterin der Realschule, jedoch völlig anders. Sie freue sich, dass die Auffahrt und der Parkplatz vor der Schule in Kürze endlich eine neue Asphaltschicht erhielten, nachdem mehrere Jahre darauf gewartet werden musste und die Löcher inzwischen teilweise sehr tief seien. Einen Fußweg zum Schulhof würde sie nur dann begrüßen, wenn damit kein großer Aufwand verbunden sei. Aber wirklich benötigen würde die Schule ihn nicht, wie sie im Gespräch mit unserer Redaktion durchblicken lässt: „Es geht immer friedlich und ohne Probleme zu.“ Die Schüler gingen zur Seite, wenn ein Auto käme, und die Lehrer führen langsam. „Wir haben andere Projekte, deren Finanzierung deutlich wichtiger wäre“, betont die Schulleiterin.

Bürgermeister Dietmar Persian sieht ebenfalls die Notwendigkeit eines Fußwegs nicht, zumal dessen Anlage sehr teuer werden würde: „Bei einer Verbreiterung müsste etwa die Böschung abgestützt werden“, stellt er klar. Zudem sieht er die Sanierung der Montanusschule als dringender an. Dort muss etwa das Dach abgedichtet und die energetische Sanierung vorangetrieben werden. Persian: „An der Hauptschule müssen wir sofort was machen. Deshalb haben wir auch schon Mittel dafür im Haushalt bereitgestellt.“

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