EvB in Wipperfürth ist fit für die Anforderungen der Zukunft

Richtfest der EvB-Mensa in Wipperfürth : Neue Mensa wird auch Selbstlernzentrum

Wipperfürths Bürgermeister Michael von Rekowski und der neue Schulleiter des Engelbert-von-Berg-Gymnasiums, Erhard Seifert, freuten sich über das Richtfest am Mensa-Neubau. Die Fertigstellung ist für Februar 2019 geplant.

Viele Schüler des Wipperfürther Engelbert-vom-Berg-Gymnasiums – eine nicht geringe Zahl kommt ja auch aus der Schloss-Stadt – haben sich an den scheinbar dauerhaften Baustellen-Zustand an und neben ihrer Schule mittlerweile wohl gewöhnt. Wie schön ist es da, wenn es ab und zu einmal einen Meilenstein gibt, der gefeiert werden kann, und an dem sichtbar wird, dass auf der Baustelle durchaus etwas vorangeht. So jetzt geschehen, als der neue EvB-Schulleiter Erhard Seifert zusammen mit Wipperfürths Bürgermeister Michael von Rekowski das Richtfest am Neubau der Mensa mit integriertem Selbstlernzentrum feierte. Das Schulorchester der Klasse sechs sorgte mit schönen Melodien für den passenden Rahmen der kleinen Feier, an dessen Ende der Dachdecker in luftiger Höhe den Richtspruch zitierte und zusammen mit von Rekowski und Seifert auf den fertigen Rohbau anstieß. Laut hörte man das Klirren der Gläser anschließend in der spätsommerlich-warmen Luft.

Für Seifert, der erst seit dem 1. August seine Stelle als Nachfolger von Werner Kronenberg am städtischen Gymnasium an der Lüdenscheider Straße angetreten hatte, war es sprichwörtlich direkt die erste große Baustelle an seiner neuen Wirkungsstätte. „Ich habe aber insgesamt einen sehr reibungslosen Übergang gehabt und auch keinerlei schlaflose Nächte erlebt“, sagte Seifert schmunzelnd. Der 60-Jährige war bis zu seinem Wechsel nach Wipperfürth an einer privaten Schule im australischen Sidney tätig. Er bedauerte lediglich, dass sein Stellvertreter Peter Oberberg krankheitsbedingt das Richtfest nicht miterleben konnte. „Der Neubau ist ja gewissermaßen sein Baby, er hat das über die vergangenen Jahre intensiv betreut und war an allen Stellen involviert – sei es in Gesprächen mit dem Architekturbüro oder im Schulausschuss“, sagte Seifert. Gleichzeitig dankte er Oberberg für dessen Engagement.

Mit dem Neubau, der nach derzeitigem Planungsstand im Februar des kommenden Jahres fertiggestellt sein soll, stelle sich das Gymnasium sehr gut für die Anforderungen der Zukunft auf. „Wir brauchen dieses Gebäude, wir brauchen die Mensa und wir brauchen das Selbstlernzentrum“, betonte Seifert. In der Mensa würden künftig etwa 200 Personen Platz finden, derzeit liefen die Gespräche mit unterschiedlichen Cateringfirmen, die ab dem kommenden Jahr für das Mittagessen sorgen sollen.

Im Selbstlernzentrum wiederum werde es drei verschiedene Bereiche für die Schüler geben. „Zum einen den sogenannten Ruhebereich, in dem die Schüler individuell und auch mit ihren Laptops lernen können“, sagte der neue Schulleiter. Außerdem werde es zwei Räume, sogenannte Teamzonen, geben, in denen Gruppenarbeit gemacht oder auch Präsentationen abgehalten werden können. „Ebenfalls geplant ist ein größerer Bereich zum Ausruhen. Hier überlegen wir noch, wie die genaue Ausstattung aussehen soll“, sagte Seifert. Ergänzt werde das Zentrum durch zwei Lehrerbüros und einen Beratungsraum.

Bürgermeister von Rekowski freute sich ebenfalls sehr darüber, dass die Bauarbeiten mittlerweile so weit gediehen waren. „Dieser Neubau hat ja schon eine gewisse Geschichte, die ersten Planungen und Ideen gehen etwa vier bis fünf Jahre zurück“, sagte der Bürgermeister. Er zitierte in seiner kurzen Ansprache den zwischenzeitlich verstorbenen ehemaligen Kämmerer der Stadt, Frank Trompetter: „‘Wenn das EvB den Ganztag will, dann soll es am Geld nicht scheitern‘, hat er gesagt. Und das war eine wichtige Sache.“ Es sei seinerzeit ein ganz entscheidender Moment gewesen, denn damit sei die finanzielle Absicherung des Projekts durch die Stadt gewährleistet worden. „Diese deutliche Aussage, dass die Stadt hinter der Schule steht, tut Wipperfürth und vor allem den Schülern am EvB gut“, sagte von Rekowski. Außerdem betonte der Bürgermeister, dass man in Wipperfürth auch künftig am dreigliedrigen Schulsystem mit Haupt- und Realschule sowie Gymnasium festhalten wolle. „So findet jedes Kind seine Bestimmung an der jeweils passenden Schule. Zudem ist das System durchgängig, ein problemloser Wechsel zwischen den Schulen ist also auf jeden Fall möglich“, betonte von Rekowski.