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Hückeswagen: Erzieherinnen mit offenen Fragen

Hückeswagen : Erzieherinnen mit offenen Fragen

Die meisten Erzieherinnen in den Hückeswagener Kindergärten wissen noch nicht, was genau jetzt auf sie zukommt. Sie werden erst in den kommenden Wochen darüber informiert, in welcher Form die Förderung laufen soll.

Evangelischer Kindergarten Arche: Die Erzieherinnen sind noch dabei, die Rückmeldezettel der Eltern einzusammeln und zu prüfen, wie viele Kinder überhaupt eine Sprachförderung benötigen. „Danach wird entschieden, wie viel zusätzliches Geld wir für die Sprachförderung bekommen“, sagt Leiterin Angelika Vandenherz. „Eventuell könnte eine zusätzliche Kraft eingestellt werden. In jedem Fall ist aber eine zusätzliche Weiterbildung für die Erzieherinnen nötig.“ Näheres erfahren die Leiterinnen der evangelischen Kindergärten auf einer Konferenz in der nächsten Woche. Generell würden die Kinder in der „Arche“ aber schon seit langem über den ganzen Vormittag hinweg sprachlich gefördert. Johanna-Heymann-Kindergarten (Arbeiterwohlfahrt): Leiterin Birgit Humpert weiß bereits, dass weniger als vier Kinder ihrer Einrichtung eine Sprachförderung benötigen. „Das heißt, wir bekommen keine zusätzliche Kraft, die Kinder werden im Kindergarten-Alltag gezielt gefördert.“ Wie das genau ablaufen soll, weiß auch Humpert noch nicht. Am 21. August steht eine Leitersitzung an, von der sie sich die Klärung der offenen Fragen erhofft. Kindertagesstätte Altenzentrum Johannesstift und Elterninitiative „Rappelkiste“ e.V.: Bei der Sprachstandserhebung sind im zweiten Test keine Kinder der beiden Kindergärten auffällig gewesen – eine explizite Sprachförderung ist also nicht nötig. „Wir achten aber schon im alltäglichen Umgang mit den Kindern darauf, dass sie sich altersgemäß ausdrücken können und arbeiten mit dem Förderprogramm ,Hören, Lauschen, Lernen’“, sagt Silvia Lotz, Leiterin der Kita Johannesstift. Bei der „Rappelkiste“ bildet sich eine Erzieherin jetzt in Sachen Sprachförderung weiter. „Denn irgendwann wird uns das auch mal betreffen“, sagt Leiterin Beate Goller-Martin. Katholischer Kindergarten: „Wir wissen nichts Näheres“, sagt Leiterin Barbara Renzel. Sie rechnet damit, dass sich die Erzieherinnen fortbilden müssen, aber nicht mit einer zusätzlichen Kraft. „Ende des Monats werde ich auf einer Konferenz hoffentlich Weiteres erfahren.“ Kindergarten Kreuzkirche: Leiterin Brigitte Karlguth wird die Mittel zur Durchführung der Sprachförderung (340 Euro pro Kind) beantragen. „Wir haben unsere Kinder aber schon immer gefördert und haben vor ein paar Jahren auch schon eine Fortbildung beim Kreisjugendamt gemacht.“

(RP)