Hückeswagen-Scheideweg: Erstes „Camp2Go“ bereits ein voller Erfolg

Hückeswagen-Scheideweg : Erstes „Camp2Go“ bereits ein voller Erfolg

Zum ersten Mal ist das mobile Ferienprogramm der Deutschen Zeltmission in Hückeswagen zu Gast. 80 Kinder haben meist im Freien viel Spaß mit dem Programm, das auf Spaß an der Bewegung setzt und auch Glaubensinhalte bietet.

Josua Adrian, Sigi Borchert und Janni Hierth sind von der Landeskirchlichen Gemeinschaft Scheideweg hellauf begeistert. Das Trio gehört zum zehnköpfigen Organisationsteam der Deutschen Zeltmission aus Siegen, die in dieser Woche mit ihrem mobilen Ferienprogramm „Camp2Go“ zum ersten Mal in der Schloss-Stadt Station machen. „Die Gemeinde hier vor Ort ist wirklich sehr stark engagiert und top vorbereitet“, versichert Borchert. Seit Montag ist das Team auf dem Gelände des Vereinshauses Scheideweg. 80 Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren haben bei dem bunten Ferienprogramm ihren Spaß, das hauptsächlich im Freien stattfindet und einen Schwerpunkt auf Bewegung gesetzt hat.

Da stört es keinen, dass die wichtigste Regel im „Camp2Go“ lautet: „Keine Handys, keine elektronischen Geräte.“ Borchert ergänzt: „Ich habe den Eindruck, dass die Kids ihre Handys auch gar nicht vermissen.“

Es ist aber auch genug Abwechslung geboten. So stehen zwei große Hüpfburgen auf dem Hinterhof. Besonders der Hindernisparcours kommt bei den Kindern gut an. Die Schlange ist entsprechend lang, immer paarweise schlüpfen die Kinder durch eine Gummiröhre und bringen verschiedene Hindernisse hinter sich. Gewonnen hat, wer zuerst am anderen Ende wieder herauskommt. „Der Hindernisparcours ist richtig cool“, sagt etwa der neunjährige Tom. Sein zehnjähriger Freund Samuel ergänzt: „Das macht superviel Spaß!“ Und die beiden können es kaum erwarten, wieder in die bunte Röhre zu schlüpfen.

Die Resonanz bei der „Camp2Go“-Premiere in der Schloss-Stadt ist hoch. „80 Anmeldungen – das ist schon sehr toll. Normalerweise haben wir bei Premieren so zwischen 40 und 50 Kinder“, sagt Adrian. Der Kontakt zu Hückeswagen sei über eine befreundete bergische Gemeinde zustandegekommen, sagt Gemeindemitglied Andreas Kölsch. „Die haben uns davon erzählt und wir waren uns im Vorstand sehr schnell einig, dass wir das auch haben wollen“, erzählt der Hückeswagener. „Es sind auch sehr viele Helfer aus der Gemeinde dabei. Normalerweise müssen Gemeinden nur die Räumlichkeiten und eine gewisse Infrastruktur stellen. Hier in Hückeswagen helfen die Gemeindeglieder aber total viel mit“, sagt Borchert.

Das „Camp2Go“ ist natürlich ein christliches Angebot, eines, bei dem auch die Mission ihren Stellenwert hat. „Wir sind aber offen für alle Kinder. Hier sind auch ein paar muslimische Kinder mit dabei“, berichtet Hierth. Inklusion werde großgeschrieben. So sei etwa auch ein Mädchen aus Persien dabei, das erst vier seit Monaten in Deutschland sei. „Am ersten Tag stand es noch sehr verloren da. Aber schon heute hat es seine Scheu abgelegt und ist akzeptiert – so funktioniert Integration“, sagt Borchert und deutet auf das Mädchen. In der Tat, es steht im Kreis mit mehreren anderen Kindern. Sie halten sich bei den Händen, ein Schlachtruf ertönt – und schon geht es gemeinsam ins nächste Spiel.

„Etwa ein Drittel der Kinder kommt aus der Gemeinde in Scheideweg, ein zweites Drittel aus umliegenden Gemeinden und das dritte hat gar nichts damit zu tun. Unser Ziel ist es natürlich schon, dass am Ende der eine oder andere in der Gemeinde bleibt“, sagt Hierth. Gut möglich, dass das nach dem großen Abschlussfest am Freitag der Fall ist.

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