Erste Schnellladesäule der BEW steht in Wipperfürth

Schnellladesäule der BEW in Wipperfürth : Neue Säule lädt E-Autos in unter 30 Minuten

Die BEW hat in Wipperfürth die erste Schnellladesäule für E-Autos installiert. Auch Hückeswagen soll eine bekommen.

Für viele Autofahrer kämen mit Strom betriebene Fahrzeuge in Betracht, aber weil das Laden so lange dauert, nehmen die meisten dann doch wieder Abstand davon. Das könnte sich jetzt ändern, denn zumindest in Wipperfürth besteht die Möglichkeit, das E-Mobil in weniger als 30 Minuten mit Strom zu „betanken“. Die Bergische Energie- und Wasser-GmbH (BEW) hat an der Gaulstraße ihre erste Schnellladesäule in Betrieb genommen.

Im vorigen Jahr hatte die BEW entsprechende Fördermittel von Bund und Land für Ladesäulen beantragt und bewilligt bekommen. Fünf Ladesäulen sind bereits in Betrieb genommen worden, darunter zwei in Hückeswagen: Zu denen bereits installierten am Schloss, an der Alten Lade- und an der Rader Straße kamen noch die auf dem Etapler Platz und bei der Landbäckerei Bauer im Gewerbegebiet Winterhagen-Scheideweg. Auch die Wipperfürther Schnellladesäule, eine der ersten in der Region, wurde aus Fördermitteln finanziert.

„Sie hat eine Leistung von 50 kW, verfügt über die drei gebräuchlichsten Anschlüsse und wird mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben“, berichtet Sonja Gerrath von der Geschäftsführung des Energieversorger. An der Säule können parallel zwei Fahrzeug laden; die markierten Parkflächen stehen für die Dauer des Ladevorgangs kostenfrei zur Verfügung.

Gerrath: „Damit steigt die Zahl der BEW-Ladesäulen auf insgesamt 17 Ladesäulen mit 34 Ladepunkten.“ Die Fertigstellung von zwei weiteren Ladesäulen sei für die nächsten Wochen geplant – an der Wipperfürther Hansestraße im Gewerbegebiet Klingsiepen und in Wermelskirchen an der Kattwinkelschen Fabrik. Die Ladesäulen sind einem Verbund angeschlossen. „Hierdurch wird es BEW-Autostromkunden ermöglicht, an rund 2000 Ladesäulen deutschlandweit zu laden“, teilt Gerrath mit.

Die BEW sieht in der Elektromobilität ein stark wachsendes Zukunftsthema und beschäftigt sich damit bereits seit mehr als acht Jahren. So habe der Energieversorger als Teil seines ökologischen Engagements auf eigene Kosten die Ladeinfrastruktur im Bergischen Land auf- und ausgebaut und einen Teil des eigenen Fuhrparks auf elektrisch betriebene Fahrzeuge umgestellt, sagt Gerrath. BEW-Geschäftsführer Jens Langner ist überzeugt vom Konzept E-Mobilität. „Mit Blick auf die Umwelt und die endlichen fossilen Ressourcen wird die Bedeutung der Elektromobilität weiter zunehmen und ein wesentlicher Baustein für die Mobilität der Zukunft sein“, sagt Langner.

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