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Hückeswagen: Energie-Manager im Rathaus

Hückeswagen : Energie-Manager im Rathaus

Zum ersten Mal hat die Stadt 2011 einen "Energiebericht" vorgelegt. Er macht konkrete Angaben zum Energieverbrauch in allen städtischen Gebäuden und gibt Handlungsempfehlungen zur Energie-Einsparung.

Am besten schont die Umwelt und am effektivsten senkt die Kosten, wer Energie gar nicht erst verbraucht. Ein vollkommener Energie-Verzicht ist nicht möglich, aber es gibt viele Möglichkeiten, den Verbrauch zu reduzieren. Weil das nicht nur im Privathaushalt so ist, sondern, noch verstärkt, auch in öffentlichen Institutionen wie einer Stadtverwaltung, hat die Stadt im zurückliegenden Jahr erstmals einen Energiebericht vorgelegt. Die darin enthaltenen Daten beziehen sich auf die Jahre 2006 bis 2010, die daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen auf 2012 und die Folgejahre.

Für Umwelt und Geldbeutel

In der Einleitung schreibt Michaela Garschagen, Mitarbeiterin im Regionalen Gebäudemanagement und Verfasserin des Berichts: "Energiemanagement und Reduzierung des Energieverbrauchs sind Aufgaben, die sowohl aus ökologischen als auch aus betriebswirtschaftlichen Gründen notwendig sind."

Zur Ökologie: Der Zusammenhang zwischen der Emission von Kohlendioxid (CO2) und der Erd-Erwärmung ist inzwischen wissenschaftlich unumstritten. Garschagen schreibt in ihrem Bericht: "Ein wesentlicher Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emissionen liegt in der Senkung des Wärme- und Stromverbrauchs der Gebäude."

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Darüber hinaus sei ein "zunehmender Einsatz erneuerbarer Energiequellen geboten". Sie kommt zu dem Schluss: "Energiemanagement in den Kommunen ist deshalb einer von vielen kleinen Mosaiksteinen, die dazu beitragen müssen, die prognostizierten Klimaveränderungen einzudämmen."

Hinzu kommen die hohen Energiekosten. Preissteigerungen wie in den zurückliegenden Jahren belasten zunehmend auch die kommunalen Kassen, zumal die Kommunen zahlreiche Immobilien bewirtschaften, also auch mit Energie versorgen müssen. Für den ersten Hückeswagener Energiebericht wurden die folgenden kommunalen Immobilien untersucht: Die Verwaltungsgebäude (Schloss und Räume am Bahnhofsplatz), die Feuerwehr-Gerätehäuser, die Schulen, das Bürgerbad und "sonstige Gebäude" (z. B. Mehrzweckhalle und Stadtbibliothek).

Einige Zahlen aus der Gesamtbilanz des städtischen Energieverbrauchs verdeutlichen, um welche immensen Dimensionen — und damit auch Kosten — es für die Stadt geht: — Der Heizenergie-Verbrauch hatte 2010 erstmals seit 2006 die Grenze von 6,1 Millionen Kilowattstunden unterschritten und lag damit 11,6 Prozent unter dem Wert von 2008. — Der Stromverbrauch lag 2010 mit knapp 1,042 Millionen Kilowattstunden um knapp ein Prozent über dem Wert von 2008. — Die CO2-Emission wurde in den zurückliegenden Jahren deutlich gesenkt und lag mit rund 1,6 Tonnen um ein Drittel unter dem Wert von 2008. Im Energiebericht ergänzt Michaela Garschagen: "Zu den gesunkenen Emissionswerten trug der Wechsel zu Ökostrom im Jahr 2009 bei."

(RP/rl)