Hückeswagen: EKS zum fünften Mal bei "Zukunft fördern" dabei

Hückeswagen : EKS zum fünften Mal bei "Zukunft fördern" dabei

Viele Schulabgänger werden bei der Suche nach einer geeigneten Ausbildung allein gelassen. Nicht so die Schüler der Erich- Kästner-Schule. "Bei uns wird kein Schüler verabschiedet, ohne zu wissen, wie es weitergeht", sagt Renate Mohr, die Leiterin der Förderschule von der Nordstraße. Die Schüler der EKS werden auf dem Weg ins Berufsleben eng betreut und begleitet. Ein wichtiger Bestandteil der Berufsvorbereitung ist dabei das Projekt "Zukunft fördern" des Landes NRW, an dem die Schule in diesem Jahr zum fünften Mal teilnimmt. "Wir haben vor ein paar Tagen den Zuschlag bekommen", sagt Renate Mohr auf Anfrage der BM.

Theaterpädagogisches Training

In der Vergangenheit hat die EKS bereits einige Module aus dem Berufsorientierungsprogramm umgesetzt. "Wir haben unter anderem ein Berufsorientierungsbüro eingerichtet, in dem unsere Schüler ihre Bewerbungsmappen erstellen können", berichtet die Schulleiterin. In diesem Jahr wird die EKS das Geld für ein Theaterpädagogisches Berufswahltraining nutzen. "Darin werden Vorstellungsgespräche und Einstellungsverfahren simuliert", sagt Renate Mohr.

3250 Euro erhält die Schule dafür vom Land. Wichtig sei es, die angebotenen Module nicht einfach abzuarbeiten, sondern sinnvoll auszuwählen, betont Renate Mohr. "Wir möchten die Arbeit in den Folgejahren auch selbstständig weiterführen können." Das Projekt "Zukunft fördern" hält sie für "eine wunderbare Sache". Nicht nur der finanzielle Aspekt sei eine große Unterstützung in der Arbeit der Schule, auch der fachliche Rat sei nicht zu vernachlässigen.

Tagespraktikum zur Vermittlung

Manche Module kommen für die EKS nicht infrage, weil es sie in ähnlicher Form bereits gibt. "Wir haben beispielsweise schon Schülerfirmen gegründet und uns damals den Rat an anderer Stelle geholt", sagt Renate Mohr. Die Schüler der EKS absolvieren während ihrer Schulzeit diverse Praktika. Im letzten Schuljahr steht dann das so genannte Tagespraktikum an, bei dem sie einmal pro Woche in einem Betrieb arbeiten. "Da die Schüler im Vorfeld schon Praktika gemacht haben, suchen sie sich die Betriebe für das Tagespraktikum meist sehr gezielt aus", sagt die Schulleiterin. Auch den Firmen kommt das entgegen. Denn viele Betriebe würden sich häufig für Azubis entscheiden, die sie schon kennen. "Dann wissen die Firmen, was sie erwartet."

Das neue Modul wird noch in diesem Frühjahr starten. Und im April wird die EKS erstmalig mit dem Gütesiegel für Berufswahlvorbereitung ausgezeichnet. "Darauf sind wir sehr stolz, weil das bei Förderschulen eher selten vorkommt", sagt Renate Mohr.

(RP)
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