Einbrecher lieben Sommer - Polizei gibt Tipps, um Einbrüche zu vermeiden

Polizei-Tipps zum Schutz : Auch Einbrecher lieben die Sommerzeit

Die Polizei gibt Tipps, wie Hauseigentümer und Mieter sich vor einem möglichen Einbruch schützen können und sollten.

Einbrecher haben üblicherweise in den Wintermonaten Hochsaison, denn die dunkle Jahreszeit ist ideal, um sich unbemerkt an Häuser anzuschleichen. „Aber auch die Urlaubszeit bietet Einbrechern gute Gelegenheiten, die Abwesenheit der Bewohner auszunutzen und sich auf Diebestour zu begeben“, berichtet Polizei-Sprecher Michael Tietze. Allein in den vergangenen zwei Wochen hat die oberbergische Polizei 14 Wohnungseinbrüche aufgenommen. Und in Hückeswagen sorgte der EInbruch bei Goldschmied Marcel Rehn an der Islandstraße für Aufsehen. Es sei ratsam, betont Tietze, das Haus oder die Wohnung auch bei urlaubsbedingter Abwesenheit bewohnt erscheinen zu lassen. Er rät: „Bitten Sie zum Beispiel einen Nachbarn, die Post aus dem Briefkasten zu holen, Rollläden tagsüber zu öffnen oder auch abends das Licht einzuschalten.“

Besonders gefragt sei auch die Aufmerksamkeit der Daheimgebliebenen. Wer in seinem Wohnumfeld verdächtige Personen oder Fahrzeuge bemerkt, sollte nicht zögern, umgehend die Polizei über die Notrufnummer 110 anzurufen. „Ganz entscheidend zur Verhinderung von Einbrüchen sind aber stabile Fenster und Türen“, stellt der Polizei-Sprecher klar. „Lärm und Zeit sind die Feinde des Einbrechers, der in der Regel auf eine schnelle Beute aus ist.“ Mit jeder Sekunde, die ein Einbrecher länger am Tatort verbringe, und mit jedem lauten Geräusch beim Aufbrechen von Fenstern oder Türen steige auch das Entdeckungsrisiko. Daher kann mit einer guten technischen Ausstattung die Gefahr deutlich verringert werden, dass Einbrecher ins Haus oder die Wohnung eindringen können.

Vor einer Umrüstung oder bei der Planung eines Neubaus sollten sich Hauseigentümer von der Polizei beraten lassen. „Nicht jede Sicherung hält, was der Verkäufer womöglich verspricht“, hat der Polizist in Erfahrung gebracht. In der polizeilichen Beratungsstelle führen hingegen die Fachleute der Polizei den aktuellen Stand der Technik vor und klären Fragen. Dieser Service ist kostenfrei. Es muss nur vorab unter Tel. 02261 8199880 ein Termin vereinbart werden.
https://polizei.nrw/artikel/riegel-vor-0

(büba)
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