Hückeswagen: Ein stimmungsvoller "Hüttenzauber"

Hückeswagen: Ein stimmungsvoller "Hüttenzauber"

Der elfte Hückeswagener Weihnachtsmarkt mit den beliebten und rustikalen Holzhütten war ein voller Erfolg. Gute Laune und fröhliche Gesichter waren allerorts zu sehen, und auch das Wetter zeigte sich von seiner schönsten Seite.

Als es am Samstagnachmittag langsam dunkel wird, geht in der Schloss-Stadt ein wundervoller Wintertag zu Ende. Knackig kalt war's, dazu schien die Wintersonne von einem klaren, blauen Himmel. Ideale Voraussetzungen also, für einen rundum gelungenen "Hüttenzauber". Entsprechend viel los war im Island, auf dem Wilhelmplatz und Teilen der Bahnhofstraße. Stellenweise war kaum ein Durchkommen zwischen den knapp 50 adventlich geschmückten Holzhütten mit dem vielfältigen Angebot von Vereinen, privaten Anbietern und Kunsthandwerkern. Überall duftete es nach Glühwein und Grillwurst, die Stimmung war allerorten prächtig.

Deike Schütte stand am Samstag zwar am Stand des Stadtmarketings an der Bahnhofstraße, war mit den Gedanken allerdings auch beim Stand des Flüchtlingsnetzwerks etwas weiter oben im Island: "Wir sind in diesem Jahr mit einem eigenen Stand vertreten, im vergangenen Jahr hat das ja noch der Stadtrat vertreten", erzählte Schütte. In diesem Jahr hätten aber sowohl die Finanzen als auch das Personal gestimmt - was nicht zuletzt am großen Engagement der Flüchtlinge selbst gelegen habe, wie Schütte sagte: "Uns ist es wichtig, Flagge zu zeigen. Und den Flüchtlingen selbst war es ein Anliegen, den Hückeswagenern etwas zurückzugeben."

"Blaue Stunde": BM-Fotograf Jürgen Moll nutzte den Wechsel von Tag zu Nacht und hielt diesen eindrucksvollen Moment vom Hüttenzauber fest. Foto: Moll Jürgen

Auch Bürgermeister Dietmar Persian tanzte am Wochenende auf gleich mehreren Hochzeiten. So war er ebenfalls am Stand des Stadtmarketings und brachte neben Glühwein auch die auf 150 Stück limitierten Kölsch-Stangen mit Hückeswagen-Motiv an die Frau und den Mann. Persian hatte vor allem die Eröffnung am Freitagabend genossen, auch wenn es dann vom Wetter her doch teilweise recht ungemütlich war: "Aber die Fahrt mit dem Christkind in der Kutsche - das ist schon etwas, das man nicht jeden Tag machen kann", sagte das Stadtoberhaupt schmunzelnd.

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Der Bürgermeister war auch am Stand des Flüchtlingsnetzwerks zum Dienst eingeteilt - "das ist eine sehr schöne Sache, die ich gerne unterstütze" - und bei der Aktion "Zukunft Jugend" der evangelischen Kirche. Dort verkaufte er mit seiner Frau Elvira unter anderem Rote-Beete-Linsensuppe, die bei den Hückeswagenern prima ankam: "Die schmeckt köstlich", rief etwa ein Mann, der sich gleich einen Nachschlag geben ließ. Und auch Christiane Klur, Leiterin der Hückeswagener Realschule, hatte Geschmack an dem ungewöhnlichen Rezept gefunden: "Von diesem Rezept habe ich noch nie gehört - aber die Kombination ist wirklich köstlich", sagte die Schulleiterin.

Daneben gab es natürlich noch viele Stände der Hückeswagener Institutionen, etwa vom Imkerverein, dem Kinder- und Jugendsozialwerk Gotteshütte oder den Schützen. Dort gab es in diesem Jahr nicht wie üblich Grillwürstchen: "Wir wollten mal etwas anderes machen, deswegen gibt es dieses Jahr bei uns Leberkäse", sagte Schützen-Urgestein Hans-Peter Danielsen. Auch er war vom Wetter und dem damit einhergehenden großen Publikumszuspruch beim Hüttenzauber begeistert: "Am Freitag war es ja doch recht feucht in der Luft. Und dann wurde es auch noch kalt und damit glatt - da ist so ein Wetter wie am Samstag schon sehr viel besser. Hoffentlich wird der Sonntag ähnlich gut", sagte Danielsen.

Wurde er, und damit konnte man den "Hüttenzauber" getrost als großen Erfolg verbuchen. Und auch der Einzelhandel, der am Sonntag seine Türen für die Kunden geöffnet hatte, dürfte zufrieden gewesen sein.

(wow)
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