Hückeswagen: Ein Pizza-Restaurant im Gemeindehaus

Hückeswagen: Ein Pizza-Restaurant im Gemeindehaus

Die Pizza-Aktion des Vereins "Zukunft Jugend" ging am Samstagabend in die zweite Runde. Diesmal wurden auch Gäste vor Ort bedient. Der Erlös der Aktion dient zur Finanzierung der Jugendleiterstelle der evangelischen Kirchengemeinde.

Zwei Funghi, eine Hawaii, drei Margherita - das Gemeindezentrum Lindenberg verwandelte sich am Samstagabend in eine Pizzeria für einen Tag. Nach dem Erfolg im September 2012 organisierte der Verein "Zukunft Jugend" eine Wiederholung der Aktion "Pizza-Taxi". Die Liste der Vorbestellungen war lang: 124 Pizzen galt es zu belegen und zu backen. Neben der Lieferung nach Hause bestand erstmals auch die Möglichkeit, das italienische Hefeteig-Gericht gleich im Gemeindehaus zu genießen. Dazu waren mehrere Tische hübsch dekoriert und mit Tischkarten versehen. Die Eheleute Elke und Lothar Böhm sowie Elisabeth und Friedhelm Kunz waren gekommen, um die Aktion zu unterstützen. Vom servierten Essen waren sie begeistert. "Es schmeckt bei den jungen Leuten immer hervorragend", sagte Lothar Böhm. Für ihn ist es wichtig, die Jugendarbeit in jeglicher Form zu unterstützen, auch finanziell.

Mit der im Umkreis einmaligen Aktion versucht der Verein, Geld in die Vereinskasse zu bekommen, mit dem die Finanzierung der Jugendleiterstelle unterstützt werden soll. "Der Erlös jeder Pizza kommt zu genau 100 Prozent der Jugendarbeit zu Gute", versprach der Vereinsvorstand im Vorfeld auf seiner Internetseite. Um die Bestellungen professionell abarbeiten zu können, waren Organisationsgeschick und die richtige Ausstattung notwendig. Den original Pizza-Ofen - die Leihgabe einer Pizzeria in Radevormwald - hatten die Helfer unter großer Kraftanstrengung per Anhänger ins Gemeindezentrum gekarrt. Den Teig sponserte eine Pizzeria aus Remscheid. Ab mittags wurden Tomatensauce und Kräuterbutter vorbereitet, Pizzabrötchen gebacken, Zutaten geschnitten und die Tische dekoriert. Ein Dutzend Helfer arbeiteten dabei Hand in Hand, unter ihnen Thomas Böhm, der schon eigene Jugendgruppen geleitet hat und weiß, wie viel Aufwand und Einsatz das bedeutet. "Ich setze mich für einen hauptamtlichen Jugendleiter ein, da die Finanzierung seitens der Kirche schwierig ist", sagte der 28-Jährige. Vor zwei Jahren waren bei der Aktion "Pizza- Taxi" 450 Euro zusammengekommen. "Das sind nicht die Riesenmengen, ist aber ein guter Weg", sagte der Kassierer von "Zukunft Jugend".

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Neben den Vereinsmitgliedern setzten sich die Helfer unter anderem aus Jugendlichen der Gruppen EC Scheideweg, 17+ und einigen Konfirmanden zusammen.

Auch der Jugendleiter der evangelischen Kirchengemeinde, Tobias Häde, war mit von der Partie und steuerte persönlich das Pizza-Taxi. "Ich finde es schön, dass sich so viele einbringen", sagte er. In der Pizza-Küche hatte Michael Weber das Sagen. Er ist nicht nur Vorsitzender des Vereins, sondern auch gelernter Bäckermeister. "Im vergangenen Jahr musste die Aktion ausfallen, weil das Gemeindehaus umgebaut wurde", sagte er. Dass es aber eine Wiederholung geben sollte, stand fest. Schon früh am Abend zog ein angenehmer Pizza-Geruch durch die Räume. Die Gäste im "Lindenberg-Restaurant" genossen den Abend, das Essen und die Bewirtung mit Getränken und waren rundum zufrieden.

(heka)
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